AYSHE DIE GEFOLTERTE ARME HUNDESEELE

Ayshe wurde Ende 2005 zufällig in einem leerstehenden Istanbuler Haus entdeckt, in dem mehrere Hunde sich versteckt hatten, die durch den Hundefänger rausgeholt werden sollten. Alle Hunde liefen weg, bis auf Ayshe, die mit Draht gefesselt und mit zwei gebrochenen Vorderbeinen dort lag. Fast verhungert, dehydriert, erfroren, durch Räude fast nackt. Niemand weiß, wie lange sie dort schon leiden musste, anhand des eingewachsenen Eisendrahtes mussten es Wochen sein. Es wird Hunderte solcher armen Hunde in der Türkei geben, die allein und grausam irgendwo elend verrecken.

Ayshe hat bei mir fünf Monate nicht die Küche verlassen, sechs Wochen nur in ihrer Flugbox verbracht, kam nur nachts zum Fressen raus. Sie hatte nur Angst, ganz schlimm vor Kindern, und beim Fotografieren rannte sie in Panik in die Ecke. Sie wird bei den unglaublichen Quälereien (man hat ihr Stücke aus den Ohren gerissen, ihr wohl mit einer Eisenstange die Vorderzähne ausgeschlagen, ihr am ganzen Körper Wunden zugefügt, ihre Augenlider waren auch manipuliert) wohl immer von den Bestien fotografiert worden sein, das machen die ja gern mit ihren Handys und prahlen dann damit.

Wenn ich so einen Abschaum in die Finger bekommen würde, ich würde keine Gnade kennen, und vor allem würde mich niemand wiedererkennen. Ich kann dann so pervers werden, das kann sich niemand vorstellen.

Heute ist Ayshe ein schöner Hund geworden, alle bewundern sie, sie geht auch schon zaghaft auf andere Menschen zu, und selbst von Kindern lässt sie sich, wenn auch ganz steif vor Angst, streicheln. Sie hinkt zwar noch, kann auch nur ein paar Hundert Meter gehen, aber da ich kaputte Hüften habe und zwischenzeitlich auch nicht mehr große Strecken schaffe, passen wir sehr gut zusammen. Eine OP brauchte nicht gemacht werden, da man die Beine dann zwar anders versteifen würde, aber hinken würde sie trotzdem weiterhin, nur anders. Dann kann es auch so bleiben, wie es jetzt ist.

Auf dem Bild sieht man sie nach einem halben Jahr bei mir, als wir bei einem Treffen mit den anderen geretteten Hunden aus dem TH Istanbul-Saryier waren. Die Damen auf dem Bild sind die Retterinnen, die gar nicht glauben konnten, dass das die Ayshe ist, die sie damals mit Mühe durchgebracht haben. Sie haben den ganzen Tag lang eine Slideshow ablaufen lassen, weil alle, die auch Hunde von dort haben, Ayshes Fall kannten. Niemand hat sie wiedererkannt.

 

 

SCHRECKLICHE BILDER 2005

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

   Sie hat es geschaft

 

Das sind die Engel die sie immer noch Begleiten

 

 

 

 

 

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