Respekt für Tiere / Esel in Mauretanien

Schlachthof Bergheim - bitte fragen Sie nach!

Mittwoch Nachmittag; der Frühling startet seinen nächsten großen Angriff gegen den alten Mann aus dem Norden und zumindest über einige Stunden hinweg ist er im Versuch sehr erfolgeich; die Sonne wärmt so stark wie seit Monaten nicht mehr und ihr sanftes Licht taucht die Umgebung nach der klirrenden Kälte der letzten Wochen in eine nahezu lückenlose Idylle.
Schlachthof Bergheim, seines Zeichens der größte Rinderschlachthof Österreichs; trotz des ersten Verbreitens von Frühlingsgefühlen kommt hier keine gute Stimmung auf. Selbst die Sonne kann nichts daran ändern, das hier ist eine Stätte des Todes, um nichts mehr als eine präzise Tötungsmaschinerie US-amerikanischen Ursprungs, ausgezogen aus dem gelobten Westen um auch bei uns mit der nur den Amerikanern zugedachten unfassbaren Effektivität eine brutale Gewinnspannenberechnung in Gang zu setzten, welche erst ins Rollen gekommen einer Lawine gleich nicht wieder zu stoppen ist; eine Maschinerie, die über das Leben selbst hinwegbraust ohne anzuhalten, so als ob dieses keinerlei Wert besäße.
Mindestens 55 000 Lebewesen hauchen Jahr für Jahr im Bergheimer Auwald Ihr Leben aus, Tendenz stark steigend. 'Alpenrind', nennt sich das Produkt aus dem tagtäglichen Waten im Blut Unschuldiger, zum Tode verurteilt darum, weil sie einer Art angehören, die der unseren hoffnungslos unterlegen ist. Weil wir dem Barbarentum noch lange nicht entwachsen sind, noch immer nach dem Fleisch der Stimmlosen gieren, wie gefrässige Monster aus längst vergangen gedachter Zeit. Daran ändert auch der so hilflos anmutende Versuch der BetreiberInnen nichts, den Ort mit einer Art Schutzfilm zu umgeben, von 'Bio' oder 'Artgerecht' (gibt es ein 'artgerechtes' Schlachten, oder noch präziser, gibt es ein 'humanes' Töten? Widersprechen sich diese Begriffe nicht von selbst, führen sich von selbst in die absolute Bedeutungslosigkeit???), von 'lokal' und dergleichen wird da gemunkelt, um den KonsumentInnen damit jeglich aufflackernd es schlechte Gewissen zu vertreiben - während im selben Moment ein LKW seine lebende Ladung anliefert, Tierkinder aus dem Osten, 1000 Kilometer von der 'Lokalität' entfernt...
Mittwoch Nachmittag: seit Stunden liegt ein Kalb mit durchschnittener Kehle irgendwo am Schlachthofgelände, in praller Sonne,  sein Körper beginnt langsam zu verwesen. Im Hintergrund lässt das Klagen der angelieferten anderen Kälber das Blut in den Adern gefrieren, das unentwegte Schreien nach mütterlicher Wärme, dennoch erweckt weder deren noch der Anblick des Toten Aufmerksamkeit beim Schlachthofpersonal, den Schergen des Todes, oder gar Mitleid - ein kalkulierter 'Ausfall', nicht mehr...

Ein Augenzeuge berichet: 'Plötzlich springt ein Tierschützer über den Zaun um das Grauenhafte auf Zelloloid zu bannen, um der Nachwelt Zeugnis abzulegen vom Wahnsinn der heutigen Zeit. Stumm und ohne Hast, fotografiert er traurig den Leichnam, um später die Verantwortlichen nach dem 'Warum' fragen zu können. Warum liegt dieses Tierkind hier, mitten in praller Sonne, stundenlang? Warum ist es gestorben, warum wurde ihm die Kehle durchschnitten, werden einige der Fragen lauten.
Draussen warten zwei weitere TierschützerInnen, als plötzlich ein Schlachthofmitarbeiter auf das Trio aufmerksam wird und über den trennenden Zaun hinweg zu schimpfen beginnt; er zückt ein Handy, versucht Verstärkung herbeizurufen; es kommt zu den unvermeidbar heftigen Wortgefechten; ob der Brutalität dieser Zeitgenossen Bescheid wissend, entfernen sich die Beweissicherer langsam aus der gefährlichen Zone.
Wird der Einsatz Folgen haben, wenn ja, welche? Das ist nun die Frage!
Jedenfalls, wir bekamen die Bilder zugesendet und möchten Sie trotz der der Grausamkeit ein Gesicht gebenden Form veröffentlichen. Wir sollten die SchlachthofbetreiberInnen fragen wie denn so etwas möglich sei; ob hier Vorschriften verletzt wurden ('nein' werden wir hören), warum das tote Tier nicht entfernt worden war, ob hygienischen Grundvoraussetzungen Folge geleistet wurden ('Ja' werden wir hören)? Warum hatte man dem Tier die Kehle aufgeschnitten?
 

Wir werden Antworten hören, ganz bestimmt gibt es tausend wortreiche Erklärungen, Besänftigungen, so sicher wei das Amen im Gebet gibt es im Gegenzug den Versuch der Kriminalisierung des Zustandekommens solcher Bilder. Dabei müsste es eigentlich selbstverständlich sein, dass KonsumentInnen uneingeschränkten Zugang zu solchen Stätten erhalten, schliesslich passieren die Dinge in deren Auftrag. Jede/r sollte sich selbst davon überzeugen dürfen, dass genau an solchen Orten zumindest die gesetzlichen Bestimmungen ohne Wenn und Aber eingehalten werden, das Tierschutzgesetz zu 100 % befolgt wird; dennoch, wie ist die Realität? Das Gegenteil ist der Fall, wir alle sind ausgesperrt aus derartigen Anlagen, sie werden vielmehr wie militärische Festungen bewacht, mit Natodraht und dutzenden Kameras gesichert. Warum das so ist? Werden Sie nicht müde das zu erfragen - zumindest soviel sind wir den Opfern der Sucht nac h bluttriefender Nahrung schuldig...

Ihre Fragen richten Sie bitte an den Betreiber des Schlachthofes Bergheim, die Firma 'Alpenrind', einer 100 % - Tochter der US-amerikanischen OSI-Gruppe, unter:

Betriebsleitung:               Herr Ekkehardt Hodler, ekkehardt.hodler@alpenrind.at
Geschäftsführung:          Frau Caroline Stangl, caroline.stangl@alpenrind.at
                                           Frau Karoline David, karoline.david@alpenrind.at
Qualitätsmanagement: Herr DI Robert Huber, robert.huber@alpenrind.at
                                           Herr Roland Rosenlechner, roland.rosenlechner@alpenrind.at

oder office@alpenrind.at

RespekTiere wartet auf Antwort der OSI-Gruppe und erstattete Anzeige a Veterinäramt mit der Bitte um sofortige Überprüfung. Außerdem leiteten wir die Beschwerde an die Salzburger Parteien weiter!
 



 
 
 
 
 
 

Ein Foto verleiht einer Kampagne ein Gesicht!

Ein Bild genügt, und schon bricht die Mär vom 'Ferkelschutzkorb' in sich zusammen!
Bitte betrachten Sie diese Aufnahme nur einen Augenblick, und dann stellen Sie sich folgende Frage: kann man den Schweinebaronen dieses Landes Glauben schenken, wenn sie uns erzählen Kastenstände müssten sein, schon allein zum Schutz der Ferkel????



Trotz des 'Schutzkorbes' - die Nackenhaare stellen sich jedem empfindsamen Menschen ob einer solch vor purstem Zynismus triefenden Formulierung auf - liegt ein Tierbaby bereits tot am Gitterboden, ein weiteres ist unter den Fuß der Mutter geraten, wieder ein anderes schreit gar bitterlich wegen des erdrückenden Gewichtes, das Mutterschwein, ob der niederschmetternden Zwangslage in der sie sich befindet fast unfähig der oft letalen Begegnung auszuweichen; glauben sie tatsächlich, diese herzzerreißende und dennoch alltägliche Szenerie wäre eine noch schlimmere, würde die Familie, so wie es der Art entspräche, in einem Nest aus Stroh liegen dürfen?! Haben wir hier den Gipfel des Irrsinns, die größte anzunehmende Länge Pinocchio's Nase, erreicht??

Zur Vorgeschichte: in Österreich gibt es zur Zeit eine intensive Debatte bezüglich der so genannten Kastenstände; dass diesen höchst tierquälerische Eigenschaften zukommen, dafür benötigen wir bestimmt keine Diskussion - wenn ein Lebewesen, noch dazu ein derart aufgewecktes wie ein Schwein, in seiner Bewegungsfreiheit dermaßen beengt wird, so dass nur mehr ein bloßen Aufstehen und Niederlegen ermöglicht ist, dann erübrigt der Tatbestand jeglicher weiterer Ausführung. Unglaublich engagierte TierschützerInnen gingen deshalb dem herzzerreißeneden Missstand nach und trugen das Anliegen, welches sich in keinster Weise weder mit dem Tierschutzgedanken noch dem -gesetz deckt, schließlich bis zum Volksanwalt: das 2005 in Kraft getretene österreichische Bundestierschutzgesetz schreibt nämlich im Paragraph 16 unmissverständlich:
'Die Bewegungsfreiheit eines Tieres darf nicht so eingeschränkt sein, dass dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden oder es in schwere Angst versetzt wird.' Weiters lesen wir dort:
'Das Tier muss über einen Platz verfügen, der seinen physiologischen und ethologischen Bedürfnissen angemessen ist.'

Nochmals: bitte betrachten Sie die folgenden Bilder nur eine Selkunde und dann stellen Sie sich die Frage: ist dem Gesetz und der Vorstellung menschlicher Moral und Ethik im Kastenstand Genüge getan???

Nun wurde auf Drängen der TierschützerInnen selbst der Gesundheitsminister, in dessen Ressort Tierschutz fällt, lobenswerterweise aktiv - er unterzog den bisherigen Regelungen einer Untersuchung und kündigte eine Reform der Bestimmungen, angepasst an des bundeseinheitliche Gesetz, an!
Kaum gedacht, liefen die TierausbeuterInnen Sturm gegen die Vorlage. Als Gipfel der Ironie, als Beispiel einer tabulosen Ignoranz und vor blankem Zynismus nur so triefend, verlauteten die VertreterInnen der Schweinebauern nun gar, der Käfig, früher 'Eiseren Jungfrau' genannt, wäre nicht nur notwendig wolle man im Land konkurrenzfähig bleiben, er ist viel mehr sogar zum Schutz der Ferkel gedacht, wäre also genau genommen gar als 'Ferkelschutzkorb' zu bezeichnen!
 


All diese Tierkinder konnten der 'Ferkelschutzkorb' nicht beschützen; brauchen wir noch weitere Argumente?

Der Verein gegen Tierfabriken wies in einer mehr als aufsehndserregenden Kundgebung vor dem Parlament auf diese Tatsachen eindrücklich hin, als 50 und mehr AktivistInnen in weißen Schutzanzügen jeweils ein totes Ferkel in den Händen hielten.

Bitte werden Sie nicht müde die Fotos in diesem Newsletter, erst letzte Woche von RespekTiere-AktivistInnen im Zuge einer Recherche zusammen mit dem Sternenhof in einer Tierfabrik in Deutschland aufgenommen, zu betrachten und gehen Sie in sich; sind Aussagen der Schweinebauern demnach wirklich glaubhaft, oder versuchen uns die Landwirte mit realitätsfremden Formulierungen in eine ähnliche Scheinwelt zu entführen, wie es die Legebatterien-BetreiberInnen einst taten, indem sie z. B. die Eierkartons aus ihren Quälanstalten mit Bilder einer friedlichen Bauerhof-Idylle verzierten?! Oder die Milch-Gesellschaften, wenn sie auf der Verpackung der Milch eine Kuh auf der Alm zeigen, obgleich der tatsächliche 'Produzent' der Ware mit mehr als 90 %iger Wahrscheinlichkeit ein Leben in Kettenhaltung verbringt???



was bleibt hier noch übrig von der viel zitierten Bauernhof-Romantik?
Ist das hier nicht viel mehr als Konzentrationslager allerübelster Güte zu bezeichnen, eine Qualanstalt, ein Angriff auf jegliches menschliche  Verständnis???
und noch ein Bild, nun ohne begleitende Worte...


 
Neuerlicher Angriff auf RespekTiere; gestern kam erneut ein Strafbescheid, 750 Euro (!!!) Bußgeld wegen Hausfriedensbruches gegen den RespekTiere-Obmann. Warum? Weil massivste Mißstände in einem Schweinehof in Bayern aufgedeckt und veröffentlich wurden! Wenn die Staatsgewalt, nun zum wiederholten Male die deutsche, denkt uns mit solchen Mitteln mundtot machen zu können, dann ist das ein Irrtum! Ein nächster Bericht harrt bereits der Veröffentlichung!
Nachsatz: natürlich bestreiten wir derartige Strafen zu 100 % aus privater Kasse, kein Euro Spendengeld wird hierfür verwendet!

Ein großes Medienecho hat unsere Hilfsfahrt in die Slowakei hervorgerufen! So berichteten unter anderem http://www.bgland24.de/tiere/allgemein/tierleid-kennt-keine-grenzen-bgl24-1293255.html und http://www.salzburg24.at/tierleid-kennt-keine-grenzen/news-20110621-10080228
 vom respekTIERE IN NOT-Einsatz! Sogar dem Westphälischen Anzeiger war die Aktion einen Artikel wert!


 

 

 

Neuigkeiten 30.03.2011

Verein RespekTiere

 an mich
Details anzeigen 18:51 (Vor 1 Stunde)
 



Längere Zeit ist es her dass wir einen Recherchebericht veröffentlichten; die Strafe für diese Untat war zuletzt eine weitere Hausdurchsuchung. Dennoch möchten wir nicht die Augen vor der Realität verschließen, wir finden, Ihnen stehen jegliche Information ganz einfach zu, welche zeigen wie die Tierausbeutungsindustrie funktioniert, wie wenige Gedanken sich das Monster 'Tiernutz-Gesellschaft' über die immer stärker in die Öffentlichkeit tretenden ethischen Fragen macht. Sie spucken auf uns, verbergen weiterhin, stellen jene, die einen Blick hinter die Kulissen wagen, als mit kriminellen Energien ausgestattet hin, währned sie selbst an Ausbeutung, Subvention und Betrug gesunden.
Bitte lesen Sie die folgenden Zeilen aufmerksam, sie enttarnen einmal mehr den Mythos vom 'gesunden Lebensmittel Fleisch', zeigen, dass sich die Gewohnheiten und Bestrebungen der TierhalterInnen nicht ändern und nicht ändern werden - es gibt es nicht, dass glückliche 'Nutz'tier, hat es nie gegeben.
Fleisch essen tötet - auf den Punkt gebracht ist dies die einzig gültige Formel im Umgang mit unserer Ernähung...

'Regen prasselt sanft auf das Dach, trommelt ein selbst in dieser schattenhaft unwirklich anmutenden Atmosphäre fast beruhigendes Stakkato von Klängen und Tönen. Es ist ruhig in der riesigen Halle, beinahe friedlich; die weit verzweigten Gänge reflektieren ein mattes Mondlicht, welches sich von außerhalb der Befestigung durch die wenigen milchglas-matten Fensterscheiben drängt. Unsere Schritte verbreiten ein metallisches Echo, es gibt hier nichts, was sich der uneingeschränkten Ausbreitung des Schrittlärmes entgegen stellt; lieblos, spartanisch, trotz des Staubes nahezu steril anmutend präsentiert sich das Innere, lebensfeindlich, beherrscht von der Farbe Grau. Das Farbenmonogramm durchbrochen nur ab und dann von roten und gelben Lichtpunkten, ausgestrahlt von den mannigfaltigen technischen Einrichtungen; die Kleckse schaffen es jedoch nicht den Gesamteindruck auch nur annähernd aufzuhellen, ganz im Gegenteil, sie unterstreichen den beinah futuristischen Eindruck gar noch mehr. Computergesteuerte Temperaturanzeigen verraten - hier passiert jeder Arbeitsgang mechanisch, die menschliche Kraft wird nicht mehr benötigt. Bauernhofidylle als Opfer des Fortschritts, Tier als bloße Ware. Kein Kontakt, außer jener, wenn die Todgeplagten am Ende ihres viel zu kurzen Lebens mit brutaler Kraft durch die spärlichen Ausgänge und auf wartende LKW's gezerrt werden.
 
Noch befinden wir uns im Zwischenbereich, wohl nur wenige Zentimeter Wand zwischen uns und den vermutlich aberhunderten Schweinen, lebender Nahrungsvorrat einer nimmersatten Gesellschaft; getrennt durch eiligst aufgezogene Wände, ohne jeglichen beruhigenden Charakter, grau in grau, kein Anhaltspunkt, der das Auge tröstet; die Anwesenheit so vieler Tiere ist eine unüberhörbare, die geplagte Kreatur lässt deren Not durch die Wände hindurch spüren; klägliches Husten verstärkt den düsteren Eindruck, dazwischen immer wieder ein von einem fürchterlichem Schrei begleitetes Hochfahren einzelner Gefangener, wie nach dem Erwachen eins Albtraumes.
Und es ist ein Albtraum, in welchen wir uns hier befinden, ein tagtäglicher; ein Albtraum ohnegleichen, welcher uns hinter den schweren Eisentüren erwartet, die die Gänge von den Buchten trennen; dicht an dicht gedrängt liegen sie dort, die rosa Leiber, so eng, dass manche auf anderen Tieren Platz nehmen müssen; beißender Ammoniakgeruch liegt in der Luft, macht das Atmen schwer - und wie erst das Leben, durchfährt es unsere Gedanken wohl unisono. Die Anlage, von außerhalb einer Festung des Bösen gleichend - Schornsteintürme, die wie Mahnmale des Wahnsinns einer überlegenen Rasse den Horizont ‚zieren', untersetzt von riesigen Futtersilos, die Skyline der Hauptstadt Luzifers. Zwischen den Hallen ein Güllebecken, so groß wie ein See, randvoll - ist das Gefangenenhaus der zum Tode verurteilten in seinem Inneren eine Ausgeburt der tristen Fantasie des Gehörnten selbst, eine verstörte Gehirnwindung, ein dampfender elektronischer Defekt, gerade dadurch zur Perfektion des Sadistischen erhoben…



Viel zu viele Tiere befinden sich in den einzelnen Buchten, ein Fakt, der sofort ins Auge springt, unumstößlich ist, nun für alle Ewigkeit auf Speicherkarte gebannt. Der Stall dürfte neu erbaut sein, sollte deshalb wohl moderneren Ansprüchen genüge tun; und dennoch ist er ein Abklatsch der Vergangenheit, nicht mehr und nicht weniger als eine Folterkammer. Immer wieder bläst kalter Wind von der Lüftungsanlage, selbst wir, die wir keine Schweine-ExpertInnen sind, erkennen, dass der Luftzug Krankheit in sich bergen kann, bergen muss; und tatsächlich, die Hustenlaute, welche wir schon im Gangbereich vernommen hatten, steigern sich in den Buchten zu einem beinah unerträglichem Ausmaß; ob das Lüftungsgebläse daran Schuld ist?
In einem Gang zwischen den Buchten liegt ein Schwein, fast bewegungsunfähig; am Rücken hat es eine blutende Wunde, auch dieses Tier hustet schrecklich; ausgemustert aus der Masse, zum einsamen Sterben zwischen kalten Blechwänden zurück gelassen. Mühsam versucht sich die Geplagte zu erhaben, es gelingt ihr nicht; sie schleppt sich an den Vorderbeinen einige Meter, bricht dann erneut zusammen.







In einer Bucht liegt ein sterbendes Schwein, bedeckt von einem Dutzend ihrer ArtgenossInnen; sie kann sich nicht erheben, unrettbar krank oder verletzt. Die Misere: wir können nichts für sie tun, beim Sprung in die Bucht sofort umringt von einer sich gefährlich bewegenden Masse, wie eine Einheit, die - wenn erst in Bewegung geraten - alles unter sich nieder wälzt. Auch können die Tiere beim Eindringen des Fremden in dieser Enge schnell in Panik geraten, dann wie Hunde beißen, ein Umstand der durchgeführt von Dutzenden Mündern nur allzu leicht fatal enden könnte; tatsächlich, kommt man zu Fall, würde man sich wohl nur mehr wenn überhaupt dann mit äußerster Mühe aus der wallenden Woge der Gequälten befreien können.
Genau so schnell wie das sterbende Tier aufgetaucht war, verschwindet es wieder; aufgesogen, verloren in einem Ozean des Vergessens.
In einem weiteren Teil des Stalles liegt wieder ein Schwein zwischen den Buchten, aussortiert, die Einheit Schweinekörper auf Grund einer Erkrankung zum bloßen Kostenfaktor degradiert. Der Körper der Armen wirkt malträtiert, Ohrenmarke ausgerissen; mit ängstlichen Augen, Glanz erloschen, blickt sie uns an, erhebt sich, schleppt sich einen Meter weiter. Bleibt stehen, uriniert; die austretende Flüssigkeit färbt den Boden - rot… Blut entweicht ihrem Inneren, todgeweiht. Mit der nur den Tieren eigenen erhabenen Würde erträgt das Schwein sein Schicksal; stoisch, kein Wehklagen, fokussiert auf den Augenblick. Es wird die nächsten Stunden wohl nicht mehr überleben.



übervolle Buchte, wohin das Auge blickt...




Obwohl der Stall wie erwähnt ganz neu erbaut, wurde dabei auf die Bedürfnisse der Tiere keinerlei Acht gegeben; wie zum Trotz hängt in jeder Bucht ein (!!!) etwa 30 cm langes Stück Plastik oder Holz - ob damit dem Gesetzgeber genüge getan wird sich alsbald herausstellen; dass es menschlich gesehen einer Enttarnung der Bestie gleichkommt, ist selbstredend.
Wenn wir schon Tiere einsperren, dann noch für ein derart niederes Interesse wie einen kurzen Gaumenkitzel - welchen wir nebenbei wesentlich gesünder und tierleidfrei über pflanzliche Produkte erreichen könnten - dann, so verlangt es selbst das winzigste Gesetz der Ehre, dann haben wir dafür zu sorgen, dass sich diese Gefangen wenigstens die Zeit ihres immer nur viel zu kurzen Lebens so wohl als möglich fühlen; was aber tun wir? Eine absurde, lebensverachtende Gewinnspannenberechnung, längst Besitz von unserem ganzen Sein ergriffen, verlangt den allergünstigstens Weg, und dieser ist gepflastert mit Gewalt, mit Vergewaltigung, mit Ausbeutung, mit Blut, mit Tränen; gepflastert mit erschreckender Fertigkeit zur Ausrede - es wandern Sätze wie ‚Tiere haben keine Leidensfähigkeit' ansatzlos über unsere Lippen, ein Verhalten, welches wohl dazu dient unsere kranken Geist zu schützen, der ansonst, bei einem Eingestehen des Wahnsinns, an der Schwere des Verbrechens unweigerlich zerbrechen müsste.

Wo aber bleibt die Ausrede in diesem, im Falle der Beschäftigungsmöglichkeit? Wenn es nicht einmal möglich scheint, Tieren die in furchtbarer Monotonie, gehalten auf ihren eigenen Exkrementen, gefangen sind, ein paar Holzklötze zu deren Ablenkung, letzter Funke Trost in hoffnungsloser Lage, in die Bucht zu geben?
Alibimäßig wird EIN Stück 30 cm langes Spielzeug an der Seitenwand angebracht, EIN 30 cm langes Stück für 50 und mehr Schweine…

'Beschäftigungsmöglichkeit' für ein paar Dutzend Schweine - ausreichend für einen Intellekt, der mit dem der Hunde leicht mithalten kann?


malträtiertes, zum Sterben verurteiltes Schwein; einsam verbringt es seine wohl letzten Stunden zwischen den Buchten...


Wir verlassen die Anlage, geräusch- und gewaltlos, genau wie wir gekommen waren. Fast schon setzen unsere Schritte in der Sicherheit des Umlandes auf, als der Blick zurück auf einen kleinen Raum im Abseits, im Schatten der Todesfabrik, fällt; sorgenvoll öffnen wir eine Mülltonne - darin verbirgt sich wie vermutet der 'Ausschuss', der 'Produktionsausfall' - kleine Schweinchen, geboren um zu sterben, weggeworfen wie Müll.
Auch das Häuschen selbst lässt sich einfach öffnen; beißender Geruch schlägt uns entgegen, der Boden mit Blutspuren übersät; drei tote Körper verwesen langsam, ganz sicher sind es oft um viele mehr, die dort auf nach qualvollem Leben ihre Zwischenrast gefunden haben; so lange bis der Lastkraftwagen der Tierkörperverwertung vorbei kommt, die Leichen in sein von verwesendem Fleisch befülltes Inneres kippt, und sie von niemanden bekümmert in der Verbrennungsanlage entsorgt, genau so wie es bei Plastikflaschen oder Zivilisationsschutt geschehen würde.



Wir werden diesen Bericht samt den Beweisfotos RespekTiere zur weiteren Verfügung stellen und hoffen dass der Stallbesitzer von dort aus zur Verantwortung gezogen wird (wir werden diese Hoffnung nicht enttäuschen, Anm.).

Noch in selbigen Stunden nähern wir uns einen Hühnerhof; auch dort ist nichts mehr zu erkennen von ehemals gepriesener landwirtschaftlicher Idylle, der 'Feinkostladen' hat sich längst selbst abgeschafft. Keine Bilder bleiben im hoffenden Gehirn hängen, Bilder, welche uns ein großer ‚Hühnerproduzent' gerne weismachen möchte: es gibt sie nicht, die grünen Wiesen, den fruchtbaren Boden, pickende Hühnern in braunem, dichten Federnkleid, der Kirchturm des Dorfes in der Ferne erkennbar, alles überstrahlt von einer einer lächelnden Sonne, die Grenze nur der Horizont… Vielmehr bleibt hier selbst an Sommertagen der Himmel trüb, und was wir als Regen zu erkennen pflegen sind wahrscheinlich die Tränen einer bitter enttäuschten Gottheit, Tränen geweint wegen des Verrates am Band der Natur, an der Brüderschaft des Lebens, Tränen geweint über einen unverzeihlichen Frevel.

Die Gebäude erinnern beängstigend an längst vergessen geglaubte Zeiten, da wo der Wahnsinn der germanischen Rasse furchtbares Verderben über die Welt gebracht hat - nie mehr wieder, hieß es danach, nie mehr wieder - und jetzt befinden wir uns hier, in einem neuen Krieg, und dieses Mal geht es gegen eine komplett unterlegene Gattung, gegen die hilflosesten der Hilflosen - gegen das Mitgeschöpf Tier. ‚Auschwitz fängt da an wo jemand am Schlachthof steht und denkt ‚Es sind eh nur Tiere', hatte einst der Soziologe Theodor Adorno treffend formuliert; der Begründer des modernen Tierrechtes, Isaac Singer, setzte dem noch eins drauf als er sagte: ‚Wenn es um Tiere geht wird jeder zum Nazi…für die Tiere ist jeder Tag Treblinka!'..

Halle an Halle reiht sich auf gewaltgetränkter Erde, riesenhafte Kolosse, zehntausenden Lebewesen Platz bietend; sagte ich Platz? Kaum zum Umfallen reicht dieser aus, Maximierung nennt der Landwirt diesen Tatbestand.

Die Hallen sind frisch eingestallt, kaum eine Woche alt sind die kleinen Hühner; allesamt noch im gelben Federkleid, ihre wärmespendende Mutter hat an diesem Ort die Gestalt einer Heizkanone angenommen; um schnellstmögliches Wachstum zu gewährleisten, brennt 24 Stunden Licht, die Vögel sind im Dauerstress - und bekämpfen diesen mit Essen. Sie sollen wachsen, denn ihr einziger Lebenszweck ist jener als Brathuhn zu enden, und zwar möglichst ohne Umwege, ohne Zeitverlust; die Lebensspanne - ein Huhn könnte unter normalen Umständen bis zu 20 Jahre alt werden - beträgt hier nicht mehr als 6 Wochen, dann werden sie in Kisten gepackt und auf wartende, ungeduldig brummende LKW's verladen. Nun sehen sie das erste Mal Tageslicht, atmen reine Luft; ein Umstand, der allerdings nur für Bruchteile Freude in sich birgt, dann dies wird nun ihre erste und letzte Fahrt, gezeichnet von Durst und Hitze, im Winter berstender Kälte, kaum Platz zum Atmen, Verletzungen - und Todesangst…der Schlachthof wartet.

Selbst nun, nach einer Woche Mastperiode, hat sich der Boden zu ihren Füßen vom Strohbett zu einem Matsch aus Exkrementen, zerfallenden Halmen, und den verwesenden Körpern der ArtgenossInnen verwandelt, welche die Tortur nur wenige Tage überlebt hatten - bis zu 100 ‚Ausfälle' vorprogrammiert, belanglos. Sie sterben wie sie gelebt haben - unbemerkt, unbeweint.
Tatsächlich finden wir überall Leichen, finden Tiere im Todeskampf, unrettbar verloren. Sterbende Augen blicken nach uns, mahnend, anklagend.
Ein Kücken, kaum die Hälfte so groß wie seine LeidensgenossInnen, es ist zum Verdursten verdammt; die vollautomatische Tränkeanlage wandert hochtechnisiert mit dem Wachstum der Vögel in die Höhe, für den ‚Kümmerling' sind die Tropfen Flüssigkeit längst in unerreichbare Ferne gerückt. Wir heben das kleine Wesen auf, geben die letzten Halme unverbrauchten Strohes in eine Tasche und bilden daraus eins sanfte Liege und nehmen das Tierbaby mit uns.
Mehr können wir im Moment nicht tun.

hier kommt jede Hilfe zu spät...




diesen kleinen Liebling konnten wir mit uns nehmen; leider ist seine Überlebenschance eine sehr geringe...


Deprimiert verlassen wir die Anlage, irgend wo kräht der letzte glückliche Hahn einen guten Morgen, erste Lichter in den umliegenden Häusern beweisen die fortgeschrittene Stunde. Ob die Menschen die Tragödie, welche sich jeden Tag unmittelbar vor ihren Augen abspielt, registrieren?
Ob der Besitzer der Farm, wohnhaft in einem wunderschönen Haus, mit mehr Platz als ein Mensch brauchen kann für seinen Geschäftssinn belohnt, einen Gedanken daran verschwendet, wofür er hier verantwortlich zeigt? Ist ihm bewusst, dass durch sein Lebenswerk alle 6 Wochen 10 000de Tiere, welche nur Leben wollte, nach einem grauenhaften, hoffnungslosen Dasein geköpft und ausgeblutet an Hacken und Förderbändern ihren Atem aushauchen?

Auch wenn der Mann diese Gedanken im Augenblick vielleicht sogar lächerlich findet, auch er und die seinen, sie werden letztendlich vor einem Gericht sitzen; nicht heute oder morgen, aber der Tag wird kommen, unweigerlich.'

RespekTiere hat Anzeige gegen den Schweinehalter erstattet; über den weiteren Verlauf der traurigen Angelegenheit werden wir natürlich berichten!



Besuchen sie uns auf unserer Homepage: www.respekTiere.at
Oder auf Facebook: www.facebook.com


Bitte helfen sie uns helfen!
Um wirkungsvoll agieren zu können benötigen wir Sie als UnterstützerInnen,
als treue SpenderInnen und SponsorInnen, weil Sie es sind,
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Neuigkeiten 24.12.2010

Ganz aktuelle Weihnachtsnachrichten vom Projekt 'Esel in Mauretanien'!

Das Becken für das Krokodil ist nun fertig geworden, es wurde neu ausgegossen und der Beton versiegelt!


Erinnern Sie sich noch an jenen Geier, welcher krank und flugunfähig aufgefunden worden war? Der Arme erholte sich nach Dr. Dieng's Behandlung prächtig - und hat sich nun im Krokodilgehege niedergelassen! Das Krokodil und der Geier sind Freude geworden, unglaublich! Manchmal geht das Leben seltsame Wege...



Nun sind auch die ersten Schilder fertig geworden, welche wir an 'unseren' Wasserstellen montieren wollen. Sie weisen diese als 'RespekTiere-Projekt' aus, verkünden wann und wie lange behandelt wird! Schön! Weiteres haben wir die Koordinaten aller von uns betreuten Wasserstellen erhoben. Damit kann jede/r Wüstenreisende diese ohne Schwierigkeiten auffinden und sich von der Qualität des Projektes überzeugen! Wer also plant nach Mauretanien unterwegs zu sein und Dr. Dieng bei der Arbeit zusehen möchte, bitte meldet Euch einfach bei uns!!!



Dr. Dieng vor dem montierten Schild


Dann besuchte der Abenteurer Thomas Fehr aus Vorarlberg unser Team in Nouakchott und half einige Tage bei der Arbeit - so fantastisch, Tom, allerherzlichsten Dank! Bitte lesen Sie untenstehend seinen Bericht!

Auch deutsche Afrikareisende begleiteten die Tier-Klinik, welche langsam zur Berühmtheit wird! :) Unser Team freut sich riesig über jeden Besuch!
Bitte lesen Sie im Afrikablog:

http://roadbook-afrika.de/2010/12/im-zeichen-des-esels/



Thomas Fehr schreibt:
Dr. njeng(hoffe der name ist richtig geschrieben) ist wirklich engagiert und versucht nicht nur die esel zu behandeln sondern redet auch mit den haltern und sagt ihnen das sie nicht mit den hölzern oder schläuchen auf die eseln schlagen sollen.

habe auch noch einpaar geschenke an die besitzer verteilt, die ihre esel gut behandeln und da sind die sehr glücklich gewesen. einmal ist mir einer sogar zu einem anderen brunnen nachgegangen und hat mir seinen esel gezeigt.

an einem tag sind 2 deutsche(1 davon ehemalige Tierarzthelferin) mit mir zu den eseln gegangen. denn sie waren sehr interessiert, als sie von mir von dem projekt gehört haben. sie haben auch einpaar fotos gemacht und gleich auf ihren reiseblog gestellt.

leider ist mir auch aufgefallen das viele von den eselbesitzern, kaum das sie von dem brunnen weg waren wieder ihre schläuche einsetzten. ich glaube das wird noch zig jahre brauchen bis das in ihren köpfen ist. symptomatisch hat ein junge während ein anderer auf einen esel einschlug gesagt, sind ja nur tiere. aber da eine diskussion anzufangen ist zwecklos.

ausserdem ist mir aufgefallen das die esel viele wunden von den gurten und auch von den rohren(gestell) haben. da wäre es vielleicht hilfreich ein ganzes geschirr mit viel schaumstoff oder so zu schneidern, allerdings bräuchte es da 100e und die sind dann sicher zu teuer.

am meisten haben sich die jungs über warnwesten und leuchtige sachen gefreut, denn es passieren scheinbar viele unfälle, weil man sie nicht sieht. auf dem bau gibt es spezielle sprays die leuchtend sind, vlt würden die schon ausreichen, müsste man mal ausprobieren

resumee: hut ab vor diesem projekt, ihr und eure helfer machen wirklich eine gute arbeit hier. bitte setzt den kopf nicht in den sand, in afrika dauert einfach alles einbischen länger und die aufklärung wird noch einbischen eine zeit brauchen.

hoffe ich konnte euch helfen und ich werde im februar nochmal vorbeischauen.

lg aus dem sommerlichen nouakchott
thomas

ps: einmal hat ein eselbesitzer an einer kreuzung so auf seinen esel eingeschlagen das er 2mal in die knie gegangen ist. mir sind dort die tränen gekommen und habe mit dem esel mitgefühlt. ich wollte noch zu ihm aber er war schon weg von der kreuzung. war übrigens kein wasserlieferant.


Thomas Fehr verteilt Warnwesten an jene Eselhalter, die ihre Tiere gut behandeln


Dr. Dieng verteilt ebenfalls Geschenke an Halter, die ihre Esel nicht schlagen



Esel in Mauretanien ist wirklich in eine neue Phase getreten - diese Jahr war nur durch Ihre so großartige Unterstützung das erfolgreichste seit Beginn unserer Afrika-Ambitionen! Sogar das nationale und internationale Fernsehen ist auf das Projekt aufmerksam geworden und die ganze Stadt spricht darüber - wir verspechen Ihnen vom Herzen keinen Deut nachzulassen, so lange bis Tierschutz in den Köpfen der Menschen Mauretaniens einen nicht mehr wegzudenkenden Platz eingenomen hat!

Wir wünschen Ihnen allen ein wunderschönes Fest!!!!

Vorankündigung: respekTIERE IN NOT wird nicht müde! Wir werden noch in diesem Jahr zu einer neuerlichen Mission aufbrechen, denn in der Slowakei wird unsere Hilfe dringend erwartet! Wir werden dabei die Frau Havranova mit ihren Katzen in Bratislava besuchen, dann weiter zu Herrn Jaros nach Dubnica fahren. Herrn Jaros' Pferde können wir Dank Ihrer Hilfe viele, viele Decken und sogar Sättel bringen - was wir noch benötigen würden wäre jede Menge an Katzenfutter! Bitte helfen Sie uns helfen!


 


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Esel in Mauretanien

Homepage:
www.respektiere.at

Zielsetzung:

kostenlose medizinische Versorgung der abertausenden Arbeitsesel Mauretaniens; Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Esel; Verankerung des Tierschutzgedankens in der Bevölkerung

 

Kurzbeschreibung des Projektes:
Wir haben einen Tierarzt angestellt, der jeden Tag mehrere Stunden unterwegs ist und an den Sammelstellen der Esel die Tiere für deren Besitzer völlig kostenlos behandelt. Außerdem lassen wir direkt in der Stadt Halfter anfertigen, wo nun die Esel nicht mehr mit dem Stock geschlagen sondern mit dem Strick gelenkt werden. 2009 hat das Projekt den Tierschutzpreis der Hanns-Rönn-Stiftung gewonnen. Die wunderschöne Zeitschrift 'Freiheit für Tiere' hat schon mehrmals über 'Esel in Mauretanien' berichtet; den bislang letzten Bericht können Sie unter

http://www.freiheit-fuer-tiere.de/downloads/freiheitfuertiere320103441.pdf nachlesen!

 

 

Wer ist der Initiator?
Der Verein RespekTiere ist ein Tierrechtsverein, der in erster Linie für die so genannten 'Nutz'tiere 'zuständig' ist; nebenbei haben wir aber auch die Initiative respekTIERE IN NOT gegründet, wo wir verschiedenste Auslandsprojekte betreiben, vor allem Osttierheime mit dem Nötigsten versorgen und gegen die Tötungslager für Streunertiere in der EU arbeiten, aber auch die Obdachlosen und sozial Benachtteiligten in Österreich mit Kleidung sowie Hunde- und Katzenfutter versorgen.

 

 

Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Das Projekt wurde 2005 gestartet, ist sehr langfristig angelegt. Es gibt ca. 100 000 Arbeitsesel in Nouakchott, der Hauptstadt wo wir arbeiten. Wir initiieren auch Radiowerbung vor Ort zur Thematik, stellen Aufklärungsbroschüren her, die dann an den Wasserstellen verteilt werden, geben Halfter kostenlos weiter, vergeben kleine Preise an Eselhalter, deren Tiere keine Schlagwunden aufweisen, und, und, und... Für allfällige weitere Fragen stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung!

 

 

Konnten bereits Erfolge oder Verbesserungen einer Situation verzeichnet werden?
Wir konnten schon sehr große Erfolge verzeichnen; unser Tierarzt versorgt mehr als 1000 Esel im Monat medizinisch! Durch einen Radiospot in den vier Landessprachen, für den ein hoher Geistlicher gewonnen werden konnte, der da sagte, dass der Koran das Schlagen von Tieren verbietet; seither können wir einen deutlichen Rückgang in grobster Mißhandlung feststellen, der Sender berichtete aufgeregt, dass jeden Tag viele Menschen anrufen um sich zu bedanken! Auch die Halterproduktion ist ein großer Erfolg - nicht zuletzt konnten damit zwei Arbeitsplätze geschaffen und tausenden Eseln das Schlagen erspart werden!

 

 

Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
Wir würden das Preisgeld natürlich zu 100 % dem Projekt zuführen; Möglichkeiten hierbei gibt es viele - so z. B. stellen wir die Halfter vor Ort her und die Kosten liegen bei ungefähr 3 Euro pro Stück. Mit dem Preisgeld könnte also schon eine ganze Menge an Halfter hergestellt werden:) Dann muss der Tierarzt jeden Monat bezahlt werden, sowie ein Kontrollorgan; was uns auch ganz wichtig wäre: Gerne würden wir zusätzliche Medikamente anschaffen, welche temporär (z. B. gibt es in der 'Übergangszeit' im Wüstenstaat immer wieder Erkältungswellen, welchen oft fast 50 % der Tiere erliegen...). Preise für Eselprämierungen (zur Vorbildwirkung) könnten angeschafft werden. Die Möglichkeiten finden kein Ende:)



Typische Verletzungen am Rücken, entstanden durch das Schlagen und billigst

 

 

zusammengeflicktes Zaumzeug, welches bei jedem Schritt scheuert!



Unser Tierarzt bei der Arbeit an einer Wasserstelle, wo die meisten Esel im Einsatz sind;

 

 

von dort weg bringen sie das Wasser zu den Haushalten, ein Gewicht von 2 mal 200 kg, plus

 

 

der schwere Wagen, plus der Fahrer selbst...



Eine Verletzung durch den Schlagstock; die Tiere werden permanent geschlagen,

 

 

oft selbst im stillstehenden Verkehr, wie um die Monotonie damit zu besiegen...

 

Einen Tierarzt können sich diese Menschen niemals leisten; deshalb werden selbst schlimme

 

 

Verletzungen mit einfachsten Mitteln behandelt; hier sehen Sie einen Esel, der mit Altöl eingerieben

 

 

wurde, um die offene Wunde vor Fliegenbefall zu schützen. Im Futtersack befindet sich übrigens nichts

 

als zerkleinerter Karton, der Esel muss sich aus der daraus gewonnen Zellulose ernähren...



Die Esel sterben so, wie sie gelebt haben - unbeweint...



Hier sehen Sie unseren Dr. Dieng bei der Arbeit.


Mit Ihrer Hilfe können wir diese Tränen trocknen! Herzlichsten Dank für Ihre Mühen!!

 

Jappy bilder
 

 

Wenn man alle Tränen der geschundenen Esel speichern würde sehe es so aus.

 

 

LASST ES NICHT MEHR ZU DAS SIE SO LEIDEN MÜSSEN BITTE HELFT IHNEN

 

GB Pics 

 

 

Um das Tierleid zu lindern, bedarf es engagierter Menschen.

 

 

Aktivist werden:
Je mehr Menschen den Tieren ihre Stimme verleihen, desto besser wird diese gehört!
Für unsere laufend stattfindenen Kundgebungen und Infostände suchen wir immer wieder Aktivisten. Zwei Aktivisten, die auf das Leid der Pelztiere aufmerksam machen, kann man als Pelzträger/in leicht "übersehen", zwanzig Aktivisten dagegen nicht.

Finanzielle Unterstützung:
Aber auch finanzielle Mittel werden dringend benötigt, Kopien, Porto- und Druckkosten, Transparente und Demomaterial verschlingen viel Geld. Um wirkungsvoll agieren zu können brauchen wir treue Spender und Sponsoren, die diese Arbeit erst ermöglichen.

 

 

für Überweisungen aus Österreich:

Verein RespekTiere
Salzburger Sparkasse BLZ: 20404
Kontonummer: 2345

 

 

BIC: SBGSAT2S
IBAN: AT132040400000002345

 

 

für Überweisungen aus Deutschland:

Verein RespekTiere
Volksbank RB Oberbayern BLZ: 71090000
Kontonummer: 215961

 

 

BIC: GENODEF1BGL
IBAN: 43710900000000215961

 



Ideelle Unterstützung:
Doch es ist uns auch eine große Hilfe, wenn durch kleine ehrenamtliche Tätigkeiten Kosten gespart werden. Wir suchen Helfer aus allen Berufsgruppen, jeder kann sein Scherflein beitragen, damit es den Tieren besser geht.
Z.B. hat der Webdesigner der diese Homepage erstellt hat, dies völlig kostenlos für den Tierschutz gemacht.
Egal ob Programmierer, Rechtsanwalt, Grafiker, Drucker, LKW-Fahrer, Koch, Tischler, Verkäufer in einem Stoff- oder Lackegeschäft, es gibt für jeden was zu tun!

Wer RespekTiere unterstützen möchte, klickt

 

 

hier.

 

 

von Kummer und Leid in Mauretanien

Es sei vorweg genommen – das Projekt ‚Esel in Mauretanien’, unsere mobile Klinik, hat sich längst als unverzichtbare Einrichtung inmitten eines Meeres des Tierleides etabliert! Und die Erfolge könnten schöner nicht sein – so arbeiten inzwischen drei Tierärzte an acht über die ganze Stadt verstreuten Stellen mitten im Zentrum des Eselgewerbes für eine möglichst umfassende medizinische Versorgung der Esel (Dr. Dieng an fünf Tagen die Woche, Sonntag bis Donnerstag, am Freitag und Samstag Dr. Gueye, und am Samstag Dr. Mohammed, welchen wir beim jetzigen Besuch ‚testeten’ und nun dabei sind, ihn in unser Team einzugliedern). Mit uns nach  Mauretanien waren zudem Dr. Matthias Facharani, die Koryphäe aus Bayerisch Gmain, und seine Assistentin, die promovierte Biologin Sylvia Reiter gereist. Zusammen schafften wir ein unglaubliches Arbeitspensum und wir werden in den nächsten Tagen einen eigenen Newsletter darüber verfassen, mit all den dabei erzielten Erfolgen und gespickt mit vielen Freuden, welche das Projekt nun enorm aufwerten werden! So zum Beispiel konnten wir über die Sylvia erstmals mit Hufpflege aufwarten und einige Dutzend der Esel könne sich bereits über ‚neue’ Hufe freuen; wie wichtig das ist, versteht sich von selbst: wären die Hufe der Tiere in ihrem Zustand belassen worden, allesamt würden diese Esel in den nächsten Wochen am Straßenrand stehen, ausgesetzt, dem Sterben überlassen, unfähig, die Anstrengungen des Alltages zu bewältigen. Bei aller Begeisterung über den so großartigen Fortschritt gab es aber auch wieder herzzerreißende Momente, die uns für immer in Erinnerung bleiben werden; von einigen dieser möchten wir Ihnen h! eute erz ählen.

Müde und in Gedanken versunken, zufrieden, kehren wir von der Arbeit in unsere Unterkünfte zurück; der alte Peugeot von Alim, zerrüttelt und zerbeult, von den Elementen zernagt wie die Umgebung, Außenspiegel und Rücklichter nur durch die Mithilfe von Draht in der ihnen zugedachten Lage gehalten, bahnt sich seinen Weg durch die gefährliche Mischung aus Sand- und Asphaltstraßen mit bemerkenswerter Sicherheit. Wir sprechen kaum, jeder ist nun des Abends in seinen eigenen Überlegungen gefangen, ein trotz der kurzen Zeit des Zusammenwirkens bereits wirklich perfekt zusammen gespieltes Team am Einsatzort; doch kaum kommt man zur Ruhe, begibt sich der individuelle Geist auf eine Art Tauchstation, ganz allein und ohne Halt. Man sucht nach Antworten, für Fragen, die so oft nie gestellt; nach Lösungen, für Probleme die unlösbar scheinen. Nach Mut, wo der eigene sich schmerzhaft langsam aufzulösen beginnt, schmilzt wie Schnee in der Frühjahrssonne.

Vorbei geht die Fahrt an den oft nur telefonzellengroßen Hütten, aus Wellblech, Karton und Plastikteilen geformt, mit Eisentrümmern irgendwie in Form gehalten – Heim für Menschen, deren Zukunft in dem Moment zerbrochen ist, als sie das Licht der Welt erblickten…

Und plötzlich stehen da zwei Esel an einer Verkehrsinsel; einer davon in halbwegs gutem Zustand, doch der andere – seine Brust ist zerrissen, das Fleisch hängt in Fetzen vom ausgedörrten Körper; selbst am Kopf beginnt ein winziger und dennoch übermächtiger Feind den lebenden Leib zu zernagen, mikroskopisch klein, aber erst freigelassen ein unbesiegbarer Gigant in seiner Tödlichkeit.  Alim bremst scharf, und das Auto ist noch nicht zum Stillstand gekommen, sind wir auch schon auf der Straße. Was uns erwartet, wird uns verfolgen, wird in unsere Träume kriechen, wird Herrschaft über unseren Geist einnehmen – zumindest für eine Weile. Der Esel kann sich kaum mehr auf den Beinen halten, sein ganzes Dasein übersäht mit blutigen, offenen Wunden, tumorähnlichen Gewächsen, aufgerissenen Narben; ein lebender Toter; nur mit Müh und Not schaffen wir es ihn weg von der Straße zu bewegen, hin zum Verkehrsrand; Dr. Facharani bereitet blitzschnell seine Behandlung vor, Antibiotika, aber vor allem Schmerzmittel, dazu Vitamine und Hilfe gegen die mannigfaltigen Parasiten; im selben Augenblick des Nachdenkens wie das arme Tier in eine derart missliche Lage geraten war, bricht dieses aber urplötzlich zusammen. Da liegt er nun vor uns, wir, die wir ihm helfen wollten, nun unfähig noch einzugreifen; Gevatter Tod ist längst sein Begleiter, war lange vor uns an jener kleinen Straßenkreuzung; man spürt seine Anwesenheit; tatsächlich scheint er aus der sich langsam versammelnden Mengen von Menschen sanft zu lächeln; er ist heute nicht als Feind gekommen, verbreitet keine Angst; er ist hier, weil es Zeit geworden ist, die Uhr des Lebens abgelaufen, der Zeitmesser verliert sich in bedrückender Unendlichkeit. Der Esel starrt mit weit aufgerissene! n Augen in die Masse von Leibern, seine haltlosen Pupillen fixieren kein bestimmtes Ziel; vielmehr ist es eine verzweifelte Suche nach dem Vermummten, ein Tasten nach dessen hilfreicher Hand; durch seinen gepeinigten Körper fließen Wellen von Krankheitsschüben, er wirft seinen Kopf mit voller Wucht gegen den Asphalt, drei, vier Mal; dann beginnt dieses entsetzliche Schnappen nach Luft, dieser Moment, wo man mit Bestimmtheit weiß, kein Arzt der Welt kann hier noch etwas ausrichten; Medizin auf verlorenem Boden, Uni-Wissen eingetauscht gegen das Ur-Wissen selbst. Dr. Facharani gibt dem Esel Beruhigungsmittel, Schmerzstiller; das arme Tier scheint sich etwas zu entspannen, seine Atmung wird flacher, es öffnet die Augen, in einem verzweifelten Versuch, das Lebendige irgendwie festzuhalten. Aber mit jedem Atemzug weicht das Leben weiter zurück, man sieht es förmlich wie es aus einen Nüstern kriecht und sich im Atem verflüchtigt; eins wird mit der Materie rundherum; ‚es gibt kein Streben, es gibt nur einen Wechsel der Welten‘, schießt es mir durch den Kopf; die Weisheit hat in diesem Moment nichts beruhigendes an sich, ganz im Gegenteil; eine kalte Hand fasst nach dem Herzen, ich fürchte sie zerdrückt es; atemlos sehen wir zu wie die Gesetze des Lebens ihren Lauf nehmen; ich habe das Sterben öfters beobachtet, doch jedes Mal auf ein Neues passiert es wie ein Hammerschlag. Es gibt keinen Gewöhnungseffekt, nicht für mich. Keine Normalität, die sich einschleicht, etwas Beruhigung versprechen könnte; vielmehr frei gewordene Gewalten, hilflos ausgeliefert, nur mit gebeugten Rücken und Tränen in den Augen, zusammengekauert, irgendwie erträglich gemacht.  Ein stummes Schreien nach Geborgenheit, da wo es keine Geborgenheit gibt; nirgends Deckung, ein weites Feld des Schmerzes. Sterben ist immer schrecklich, und es kommt nie der richtige Zeitpunkt dafür – es passiert immer zu früh; so viel h&a! uml;tte es noch zu sagen gegeben, noch mehr tröstende Worte und sanfte Hände hätten den Abschied leichter machen können.
 

Es gibt keine Gewöhnung, niemals. Nein, der Vorgang nimmt Dich gefangen, kriecht in Deine Gedanken, martert deine Empfindungen; es gibt keine Erlösung, ist nichts Edles im Sterben, nichts magisches; es ist bloß die Formwerdung der Traurigkeit, die Entfesselung des Ur-Schmerzes, unfassbare Angst, frei geworden für die Ohnmacht des Zurückgebliebenen, frei geworden mit dem letzten Atemzug.
Hat man all diese Sachen so oft gesehen, dann findet man sich eines Tages unweigerlich wieder auf einer Weggabelung; die eine Seite führt Dich zur Abgestumpftheit, ein vernarbtes Gewebe, welches die Gefühle so wie wir sie bisher kannten dann nicht mehr zulässt; sie verbreiten zwar noch immer Schmerz, aber dieser fühlt sich an als ob er von weit her käme, wie ein Wandern auf Watte; der Preis für die Erleichterung ist dann aber ein immens hoher, denn mit Deinen Empfindungen verliert sich auch die Unschuld, die naive Lebensfreude, irgendwo im Nirgendwo der Welten.
Die andere Seite führt Dich geradewegs in den Abgrund, sie lässt Dich zerbrechen an jenen Dingen, denen Du Zeuge geworden bist. Es kommt der Tag für jede/n von uns, wo man sich entschieden muss welche Gabelung man nimmt; willkürlich wird diese Entscheidung fallen, und deren Effekt ist eigentlich nicht mehr als nebensächlich; beide Seiten nämlich werden Dich für immer verändern, werden Besitz von Deiner Seele ergreifen und Dich an einen Ort führen, welchen Du niemals besuchen hättest wollen.
 
Ein paar Tage zuvor war schon ganz ähnliches passiert; wieder waren wir auf dem Weg zurück zu unseren Unterkünften, als wir einen Esel am Straßenrand erblickten – offensichtlich bereits tot. Wir hielten dennoch kurz an, um nach dem Armen zu sehen. Unfassbar, wie die Menschenwelt teilnahmslos vorüber irrt, so als ob sie nichts gesehen; der Tod ist hier entmystifiziert, ein ständiger Begleiter, sodass das Sterben kein Aufsehen mehr erregt, selbst wenn es inmitten der Masse passiert.
Er lag einfach da, der Körper gestreckt, zum Zerreißen gespannt, Tetanus-infiziert. In der Mitte des Bauches ein faustgroßes Loch, entzündete Wundränder, der Herd der Infektion.
Der Esel war noch am Leben, starrte mit leeren Augen in eine Welt welche ihn niemals geliebt; Menschen trieb es vorbei, keiner blieb da stehen, auch nur für einen Augenblick – ein langsames Sterben in Einsamkeit, inmitten der Großstadt, unbemerkt, unbeweint.
Der Zustand: hoffnungslos. Ungläubig starren wir auf die Szenerie vor uns, unbegreiflich, dass es keine Hilfe gibt. Das hier ist eine Welt der Starken, der Gesunden; sie hat kein Herz, nichts über für die Kranken, die Schwachen; Selektion, gnadenlos. Die Ressourcen zu beschränkt, selbst für jene, die mehr Glück haben als dieses sterbende Wesen hier, in ihrer Fülle zu wenig um halbwegs gut über die Runden zu kommen.
Wir beschließen den Esel zu erlösen; würden wir es nicht tun, ihn hier noch länger derart leiden lassen, was wären unsere Ideale wert? Würden wir nicht unsere Überzeugung mit Füßen treten, würden wir einfach weiter gehen und nichts unternehmen? Natürlich, die Frage ist dann so einfach nicht zu beantworten, denn ist es nicht andererseits so, dass die Würde im Sterben gewahrt werden soll, gewahrt werden muss? Tut man dies, kommt man dem kosmischen Gesetz nach, indem man eine tödliche Injektion setzt? Greift man nicht in natürliche Prozesse ein, in einer Art und Weise, die ‚Mensch’ nicht zusteht? Aber andererseits: was von all dem was uns umgibt hat noch den Anspruch auf Natürlichkeit? Haben wir nicht, von einer so zerstörerischen Rastlosigkeit getrieben, bereits alles verändert, aus dem Lot gebracht? Sind wir, ist unsere ‚Menschlichkeit‘, nicht Schuld am Leiden dieses Esels, und ist es nicht unsere Pflicht, ihn nun daraus zu erlösen? Jede/r muss seine eigene Wahrheit finden, muss diese Gedankenspiele für sich selbst lösen; eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Innersten als unausweichliche Folge, geht es doch darum eine Tat zu setzen, welche keinen Notausgang bietet, kein Zurück; Konfrontation mit dem Gewissen, auf Biegen und Brechen, ein Nicht-wiedergutzumachender Schritt; jungfräuliche Seele, befleckt mit Blut, die eigene Unschuld des Daseins im Staub der Straße – entschiedet man sich gegen das Leid, gleichzeitig gegen das Leben, dann wird sie, die Unschuld nach der wir alle gieren,  nach diesem Tag für immer verschwunden sein, und sie kommt nie mehr zurück.
Ist der Entschluss der Sterbehilfe dann gefasst, wartet die nächste Frage:
Wie ausführen? Nouakchott ist trotz der Überschreitung der Millionen-Einwohner-Grenze ein Dorf geblieben, von Nomaden für Nomaden gemacht, jeder scheint jeden zu kennen. Wir wissen nur zu gut über die Mentalität hierzulande Bescheid, über die Gefahr, auch nur einen kleinen Fehler zu machen und damit die Zukunft des Projektes zu gefährden; ‚die weißen Menschen, welche ausgezogen sind um zu retten, jedoch nur den Tod brachten‘, so werden sie uns nennen, beobachtet uns jemand bei dem schrecklichen, doch so nötigen Vorhaben.
Also entscheiden wir den Einbruch der Dunkelheit abzuwarten, die Schwärze der Nacht beginnt ohnehin längst Besitz von der Umgebung zu ergreifen; wir werden uns in unsere Tücher hüllen, im Schutze der Finsternis den Einheimischen gleichend, und dann werden wir blitzschnell den Pakt mit dem Tod eingehen; er wird als Erlöser kommen, keine Frage.
 
ein Sterben in Einsamkeit... ...unbeachet und unbeweint

Zurück in der kleinen Herberge meint unsere rechte Hand vor Ort, Saleck, er würde lieber mit Dr. Facharani alleine zum Esel fahren, das würde viel weniger auffallen als unsere ganze Gruppe; er hat recht, und es fällt uns in diesem Falle nicht besonders schwer zurückzubleiben.
Dann nahmen die Dinge ihren richtigen Lauf; angekommen am Ort der Tragödie bemerkte Saleck unweit entfernt einige Esel angebunden vor einem kleine Haus; er ging dorthin und fragte, ob der Besitzer der Tiere denn wüsste wem der sterbende Esel gehören würde; ‚Mir’, antwortete der Mann. Und er gab sein Einverständnis zum letzten Akt, beobachtete mit unserem Team die letzten Atemzüge seines Schützlings; seines Schützlings, welchen er so grausam im Stich gelassen hatte, nach getaner Arbeit zum Sterben buchstäblich in die Wüste schichte; Dr. Fachrani führte den kalten Stahl der Nadel in die Vene des Todgeweihten, und einen Augenaufschlag später begab sich eine glasklare Flüssigkeit auf ihren Weg durch die Blutbahn des Schmerzverzehrten. Im selben Augenblick kehrte Friede in den geplagten Körper, die Atmung wurde flacher, entspannter; die leeren Augen füllten sich noch einmal mit Leben, dann stoppte der Herzschlag – der Esel war tot.

Die Sonne ging am nächsten Morgen auf über Nouakchott, so wie sie es seit Anbeginn der Zeit jeden Tag gemacht hat; langsam erwachte das Leben, füllten sich die Märkte und Wege; Hektik nahm Besitz von der noch kurz zuvor leeren Straße.
Nur ein kleiner Esel lag noch immer im Sand. Fast friedlich, idyllisch, schien er noch immer zu schlummern. Er würde sich heute nicht mehr erheben, würde es nie mehr wieder tun; er würde weiterschlafen, bis ans Ende der Zeit. Niemals wieder werden ihn Menschen furchtbare Gewichte aufbürden zu schleppen, niemals wieder werden Prügel sein Dasein begleiten. Der Arme war tot, und es war recht so.

Manchmal passiert Sterben ganz leise, begleitet nur vom Flüstern des Windes, kaum wahrnehmbar für die Umgebung.

 
 


Besonders eifrige RespekTiere-Newsletter-LeserInnen erinnern sich vielleicht noch an unser Schreiben vor einigen Monaten; damals, im Zuge der letzten Mauretanien-Reise, sind wir an einer Wasserstelle auf einen Hund getroffen, weiß wie Schnee, der sich unter den dort versammelten Eselkarren versteckt hatte; sein ganzer Körper zeugte von der Brutalität des Straßenhund-Daseins, war überzogen von den Spuren gewaltsamer Ereignisse; ein Auge völlig blutunterlaufen, das andere dürfte er in einem Kampf verloren haben; überall Schrammen, sein linkes Hinterbein schien verletzt, er humpelte mit der wandernden Sonne um die Wette von Schatten zu Schatten.
Der trotzdem so Wunderschöne ziert seither das Titelbild unseres respekTIERE IN NOT-Flyers.

Das Leben ist zäh, unglaublich zäh; ich hätte damals nicht geglaubt, ihn jemals wieder zu sehen. Doch inshallah, so Gott will, fanden wir ihn nun an selbigem Platz erneut vor, dünner noch als beim letzten Zusammentreffen, weniger blutig zwar, aber vom Leben gezeichneter denn je. Und dieses Mal wollten wir ihm helfen; ganz sicher plagten Schmerzen sein Dasein, sein Fuß noch immer nicht im Einsatz, die Augen immer noch blutunterlaufen. Zumindest ein Antibiotikum sollte er bekommen, dazu Schmerzlinderer und Vitamine, etwas gegen die all umgreifende Räude und gegen Myriaden von Plagegeistern versteckt im Sand und sonst wo.
Aber, wie fängt man einen Hund, der von Menschen bisher niemals Gutes erfahren hat, ohne Betäubungsgewehr, überhaupt ohne Betäubungsstoff? Ich möchte mich hier nicht in Einzelheiten verlieren, aber nach einer bangen halben Stunden, eine Ewigkeit für ein angsterfülltes Wesen, gelang es uns mit Hilfe eines besonders mutigen Eselkarrenlenkers und mittels zwei um den Hals geworfener Stricke, gezogen jeweils in die Gegenrichtung, ihn zu fixieren; dann ein schneller Handgriff in seinen Nacken und schon konnte Dr. Facharani ans Werk gehen! Einige angstvolle Momente und noch mehr Injektionen später sollte der Arme wieder fei gelassen werden; die Menschen Afrikas, sie haben oft furchtbare Angst vor Hunden, mit ein Grund warum sie diese so oft so schlecht behandeln, und beim geringsten Versuch der Gegenwehr wird er plötzlich losgelassen; mit beiden Stricke um den Hals, auch wir selbst unfähig ihn zurückzuhalten, flüchtet er! Gott, was kann so alles passieren, er kann hängen bleiben, Kinder können ihn packen, die Stricke festwachsen… und der Hund läuft, uneinholbar für menschliche Füße … bis er plötzlich eine Kehrtwendung macht und zu seinem Platz unter dem Eselkarren zurückkehrt! Warum er das tat? Ich weiß es nicht, aber ich bin sooo dankbar dafür…
 

Nun lassen wir ihm Zeit sich zu beruhigen; eine volle Stunde später greifen geschickte Hände blitzschnell zu und ein scharfes Messer wird unter die Stricke geschoben – der Arme ist wieder frei, nicht aber ohne sich vorher noch selbst auf die Zunge zu beißen und so auch noch zu bluten…
Dennoch, einige seiner Plagegeister werden ihn zumindest für einige Zeit in Ruhe lassen – und uns werden die unseren umso mehr plagen, endlich ein wirklich greifendes Projekt für die Hunde Mauretaniens auf die Beine zu stellen! Was uns hierfür erstmals sehr positiv stimmt, ist eine umwälzende Erkenntnis: Einige Männer an der Wasserstelle haben sich echt um den Armen gesorgt, und letztendlich konnten wir ihn nur durch die Mithilfe eines Eselhalters behandeln und die Stricke wieder lösen; es scheint als wäre das ‚Tabu Hund‘ in Auflösung begriffen, und mittlerweile gibt es doch viele Menschen in Nouakchott, welche sich vom ganzen Herzen um ihre Hunde kümmern! Jedenfalls: die direkte Hilfe des Eselhalters hat uns dermaßen überzeugt, dass wir ihm als Geschenk ein wunderschönes Radio sowie eine Sonnenbrille überreichten – als Zeichen dafür, dass Tierliebe immer ein lohnendes Unterfangen darstellt!
Wir werden ihn beim nächsten Besuch hoffentlich erneut sehen, gesünder als am heutigen Tage – inshallah, so Gott will!

Das Krokodil von Nouakchott, der letzte Überlebende aus dem unfassbaren Zoo von einst – wir haben vor Jahren darüber berichtet, wo die Einrichtung schon am Niedergang war, wo aber noch immer mehrere Vögel, Paviane, Äffchen, ein einsames Warzenschwein, ein sterbender Löwe, eine Hyäne unter schrecklichsten Bedingungen vegetierten; allesamt sind sie verstorben, bis auf das alte Krokodil, welches seit gut 40 Jahren ein Leben lebt, wo jedes Aufwachen eines in der immer wiederkehrenden Hölle ist, der Tod der bloßen Erlösung gleichkommt.
Anscheinend, so wird erzählt, hat das arme Tier fünf volle Jahre alle Lebensgeister heruntergeschraubt, lebendig begraben harrte es die ganze Zeit völlig ohne Nahrung und mit zu einer Pfütze verkommenen Lacke als Wasserbecken aus. Bis wir kamen und uns seiner annahmen – wir ließen Wasser liefern, das alte Becken neu ausmauern, den Zaun reparieren, und Futter bringen.
Dennoch, immer wieder passiert es, dass vor allem Kinder die lange Absperrung irgendwo durchbrechen, und in einem Anfall von Unmenschlichkeit das Reptil mit allem bewerfen was sie finden können. Unfassbar – alle Steine auf dem Foto wurden auf das Reptil geworfen; immer wieder entfernt der Wärter die Wurfgeschosse aus dem Gehege, nur um Wochen später erneut vor derselben Aufgabe zu stehen.
So ist das Kroko viel zu oft verletzt, beim letzten Besuch konnte es auf Grund einer Kopfwunde nur seitlich schwimmen, ein Auge zerstört; nun hat es eine neue Wunde, dieses Mal am Hals. Wieder flicken wir die Mauern, wie lange es hält wissen wir nicht. Aber heute besorgen wir auch Fleischabfälle, welche wir fein sorgfältig mit Schmerzmittel und Antibiotika füllen. Hochdosierte Vitamine runden die Mahlzeit ab. Auch einen neuen Schlauch besorgen wir, der alte löchrig wie die Grenze zu den Nachbarstaaten, und befüllen das Becken bis obenhin. Immer wieder quält uns die Frage ob es denn nicht besser wäre den Armen einfach einschlafen zu lassen, unmöglich, ihn von diesem Ort wegzubringen, aber ob die Ehrfurcht vor dem Leben, und sei es selbst ein solches wie das Krokodil hier führen muss, nicht doch der wesentlichste Teil unserer Arbeit sein muss?
Wir werden ihn jedenfalls niemals im Stich lassen, so viel ist sicher und dafür bürgen wir mit unsrem Namen. Wir werden mit Ihrer Hilfe auch künftig dafür Sorge tragen, dass wenigstens die Grundbedürfnisse des armen Tieres gestillt und für größtmögliche Sicherheit gesorgt ist. Einen hohen Zaun um das Gehege zu errichten, mit einer Eingangstür, die versperrbar ist – das wird der nächste Schritt im Projekt ‚Hilfe für das Krokodil von Nouakchott‘ sein. Bitte helfen Sie  uns helfen (Fotos rechts: c/o Sylvia Reiter)!
 
 

Wir verbrachten wieder viel Zeit am Eselmarkt; über diesen Ort gibt es nichts mehr zu sagen, wir haben schon alles darüber erzählt. Nur so viel: unsere Arbeit dort ist eine so immens wichtige und sie hat wieder Früchte getragen, die Esel in den Händlerumzäunungen sehen um vieles besser aus als nach der Pause von damals (Sie erinnern sich vielleicht, wir hatten uns kurzfristig vom Markt zurückgezogen, nachdem es in einer Atmosphäre des Kummers zu Streitigkeiten der Eselhändlern untereinander gekommen ist und unser Dr. Dieng daraufhin seinen Einsatz abbrach. Beim letzten Besuch hatten wir dann einen weiteren Arzt gesucht, und in der Person des Dr. Gueye gefunden. Seither ist RespekTiere wieder einmal die Woche, an jedem Samstag, am Eselmarkt vertreten, Dr. Gueye behandelt dann über einen Arbeitstag hinweg die Verletzungen der Tiere.
 

Wir wussten es immer, wir müssen wieder zurückkehren, ganz egal wie schmerzhaft die Umgebung ist. Genau hier brauchen uns die Tiere, und wir werden uns niemals vor dieser Verantwortung drücken. Auch beim Einsatz letzte Woche flammte ein Konflikt erneut auf; wieder gingen Männer aufeinander los, zu allem entschlossene Hände umklammerten Holzprügel, und nur das Herbei-Eilen beschwichtigender Personen konnte letztendlich einen offenen Ausbruch von Gewalt verhindern; worum es ging? Sylvia behandelte in einer der Buchten Eselhufe, der Besitzer wollte ihr so viel Platz als möglich verschaffen und verwies die vielen neugierigen Zuseher hinter die Begrenzung – allerdings, ein Mann wollte dem nicht Folge leisten, nur ganz knapp konnte eine Eskalation verhindert werden, die schwelender Spannung beruhigte sich überhaupt erst nach mehr als einer Stunde.  
 

Wie wichtig der Einsatz der mobilen Klinik am Eselmarkt aber ist, lässt sich am besten anhand der Bilder erklären; immer wieder gibt es Esel, die an der Schwelle zwischen Leben und Tod wandern, ausgemustert, ausgetauscht, von der Arbeit gebrochen. Manche leiden unter schrecklichen Wunden, und ohne Behandlung würden sie wohl an diesen sterben.
Die Umgebung des Marktes gleicht noch immer einem Schlachtfeld; die Gefallen eines Krieges, in dem sie niemals eine Chance hatten, niemals bestehen konnten, liegen dort wo die Gräuel des Alltages ihre Hoffnung zerstörten. Überall, soweit das Auge reicht, sieht man die kleinen Anhäufungen, auf die Entfernung wirklich sie wie sanfte Hügel im mit Abfall übersäten Wüstensand. Zwischen Autoreifen und Plastiksäcken hatten sie ihr Leben ausgehaucht, immer qualvoll, ohne jede Möglichkeit zu einer Rettung; in Kummer erstarrte Leichen, grotesk entstellt, von Würmern überhäuft, von den Elementen zerfressen, von einer gnadenlosen Sonne gegerbt; an vielen Stellen zeugen nur noch ein paar von den Hunden abgenagte Knochen von ihrer ehemaligen Existenz, an anderen wurden ihre Körper mit Benzin übergossen und angezündet.
 

Manchmal, wenn der Himmel schweigt, der Feuerball von Wolken verdeckt, dann pfeift der Wind sein eigenes Lied an der Stätte des Todes; nimmt man sich die Zeit und versucht zuzuhören, kann man seine Worte tatsächlich verstehen, wie er von Kummer und Leid erzählt, von all den Tragödien, die er im Laufe der Jahre bezeugen konnte; das Klagen des Windes formt sich dann zu einer Anklage, eine Anklage an die Mörder unserer Zeit, an die menschliche Unmenschlichkeit, an das so abgrundtief hässliche Gesicht der Tierquälerei.
Man verharrt einen Augenblick, völlig in sich gekehrt, gefangen von der traurigen Melodie, welche sich einen Weg in das Herz bahnt – und noch tiefer gräbt, sich unentfernbar einnistet in die Schatten unserer Seelen und dort für immer eine Heimat findet.

Ein Faktum sollte zum Abschluss nicht ungeschrieben bleiben, sollte uns zu überlegen geben – was hat unsere ‚Nutz‘tierhaltung mit den Eseln Mauretaniens zu tun? Die Antwort ist für viele eine schmerzvolle, eine, der man am liebsten ausweichen möchte; doch sie holt uns ein, immer wieder. Ja, der Tod eines Huhnes, eines Schweines, einer Kuh, in unseren Schlachthöfen ist mit derselben Tragik verbunden, wie das Ableben eines Arbeitsesels unter der gleisenden Sonne Afrikas; denn eines ist allen Wesen gemein: wir möchten leben, nichts als Leben, und halten uns bis zum letzten Atemzug am irdischen Dasein fest….
Mahatma Gandhi antwortete einst auf die Frage eines Journalisten, wie denn die ausufernde Gewalt in der Welt zu besiegen wäre, was jede/r von uns dazu beitragen könnte; er antwortete kurz und bündig: ‚Sie wollen das Ausmaß an Gewalt in der Welt verringern? Und was essen Sie?’…

Achtung, Achtung: heute Abend, Punkt 18 Uhr, geht das Radio RespekTiere wieder on-air! Thema der heutigen Sendung ist natürlich der Mauretanien-Einsatz, zu empfangen über die Radiofabrik auf 97,5 oder 107,7, oder nachzuhören im Netz unter cba.fro.at! Eine Wiederholung der Sendung auf der Welle der Radiofabrik gibt es am kommenden Samstag, um 9 Uhr vormittags!

 




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