TIERHEIM WECHSELT SCHLÖSSER AUS

Tierschutzverein wechselt Schlösser aus - Hausverbot für Poggendorf?

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Neuanfang beim Hamburger Tierschutzverein (HTV): "Die Ära Poggendorf ist beendet", sagte Notvorstand Heinz Kourim gestern bei einem Pressegespräch im Tierheim Süderstraße. Jurist Kourim (75) und der ebenfalls vom Amtsgericht zum Notvorstand bestellte Hamburger Rechtsanwalt Hauke Maschewski (47) nehmen ihre Aufgabe sehr ernst. An ihrem ersten Tag ließen die beiden bereits die Schlösser zu den Verwaltungsräumen des HTV im Tierheim Süderstraße austauschen, und "der Tresor wird nur noch für uns zugänglich sein", sagte Maschewski. Sogar über ein Hausverbot für den ehemaligen HTV-Vorsitzenden Wolfgang Poggendorf, gegen den die Staatsanwaltschaft in mehreren Fällen wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, soll in den kommenden Tagen beraten werden. "Wir werden auch in der Vergangenheit schnüffeln", kündigte Heinz Kourim an. Zudem wollen sich die beiden Notvorstände sämtliche Verträge, die der HTV in den vergangenen Jahren abgeschlossen hat, zur Prüfung vorlegen lassen.

Am Vormittag hatten sich Heinz Kourim, der aus dem bayerischen Landshut angereist war, und Hauke Maschewski zunächst zu einem Gespräch mit dem Betriebsrat getroffen und sich danach den rund 80 Mitarbeitern des Tierheims Süderstraße vorgestellt: "Wir wurden freundlich und voller Hoffnung empfangen. Aber natürlich ist die Belegschaft nach den Ereignissen in den vergangenen Monaten etwas verunsichert", sagte Maschewski. Für den Rechtsanwalt steht fest: "Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen."

Unterdessen ist unklar, ob Urte Hitzer weiterhin als kommissarische Leiterin des Tierheims eingesetzt bleibt: "Wir haben über diese Thematik bislang noch nicht gesprochen", so Maschewski.

Wie berichtet, war Hitzer am 21. Dezember vergangenen Jahres vom inzwischen komplett zurückgetretenen Vorstand zur kommissarischen Tierheimleiterin ernannt worden. Die 42 Jahre alte Tierärztin gilt als enge Vertraute Poggendorfs.

In der kommenden Woche wollen die Notvorstände mit der Vorbereitung für die Wahl eines neuen Vorstandes beginnen. Wie lange das dauern wird, steht noch nicht fest: "Wir gehen davon aus, dass wir etwa drei Monate hier tätig sein werden", sagte Maschewski.

Unterstützung bei ihrer Tätigkeit für den HTV erhalten die Notvorstände vom Deutschen Tierschutzbund. Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder war extra aus Bonn angereist: "Der HTV kann auf unsere Unterstützung zählen. Wir wollen es gemeinsam schaffen, dass dieser Verein künftig nur noch für positive Schlagzeilen sorgt." Die rund 7000 Mitglieder des HTV sollen in Kürze in einem Rundschreiben über die Arbeit des Notvorstands und die bevorstehenden Neuwahlen informiert werden.

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