KNUT DER SÜSSE EISBÄR IST TOD

 
Knut (dpa-Archivbild)

Knut wurde nur vier Jahre alt.

 

Eisbär Knut ist gestorben

Berlins Eisbären-Star Knut ist tot. Nach Angaben von Bärenkurator

Heiner Klös brach das vierjährige Tier am Samstag zusammen und

schwamm tot im Wasser des Eisbärengeheges. Die Todesurache ist

bislang völlig unklar. Deshalb soll Knut obduziert werden. Laut Klös

befand sich der Eisbär allein im Gehege. Seine drei Mitbewohnerinnen

Tosca, Nancy und Katjuscha waren bereits eingesperrt.

Knut kam am 5. Dezember 2006 auf die Welt. Doch seine Mutter Tosca

verstieß ihn, weshalb Tierpfleger Thomas Dörflein den kleinen Bären

von Hand aufzog. Als knuddeliger Winzling wurde Knut zum

Publikumsliebling und lockte Besuchermassen in den Zoologischen Garten.

Doch schon den zweiten Geburtstag musste der Bär ohne seinen Ziehvater

feiern. Dörflein starb im September 2008 mit gerade einmal 44 Jahren

an den Folgen eines Herzinfarkts.

Seit dem vergangenen Herbst lebte Knut mit Mutter Tosca und den

betagten Eisbärinnen Nancy und Katjuscha in einem gemeinsamen 

Gehege. Zuvor war Knuts gleichaltrige Partnerin Gianna in ihren

Heimatzoo nach München zurückgekehrt, weil sie sich nicht richtig

mit Knut vertragen wollte.

In den kommenden Monaten sollte Knut eigentlich die Rolle seines

Vaters Lars übernehmen, der alle drei Eisbärinnen gedeckt und

mehrfach für Nachwuchs gesorgt hatte. Lars ist inzwischen an den

Zoo Wuppertal abgegeben worden. Tragischerweise starben in den

vergangenen vier Jahren insgesamt sechs Babys von Mutter Tosca,

nur Knut überlebte. Doch auch er wurde gerade einmal vier Jahre alt.

 

 

Nach Knuts Tod: Vorwürfe gegen Berliner Zoo

Nach dem Tod von Eisbär Knut im Berliner Zoo erhebt die

Tierrechtsorganisation Peta schwere Vorwürfe gegen Zoo-Chef

Bernhard Blaszkiewitz und den Bären-Betreuer Heiner Klös.

Durch die Zusammenlegung mit drei älteren Eisbärinnen sei der

vierjährige Knut stark unter Stress geraten.

 

 
 
Baby Bilder von Knut
 
     
 

 
Eisbär Knut im Gehege des Berliner Zoos (Archivfoto vom 30.12.2009).

 

 

Eisbär Knut im Gehege des Berliner Zoos (Archivfoto vom 30.12.2009).

 

Mysteriöser Todesfall: Eisbär Knut ist tot!

 

 

                   

Kleiner Film über Knut     

        

                                                       

Außerdem seien durch die Handaufzucht und die Hinwendung

zum Menschen bei dem Eisbären enorme Verhaltensauffälligkeiten

programmiert worden. Die Organisation verwies darauf, dass sie

erst vor kurzem vor der «tier- und artwidrigen Haltung Knuts

» gewarnt habe. Knut war am Samstag völlig überraschend gestorben.

Die Ursache blieb zunächst unklar.

Der Tierrechtler Frank Albrecht, der früher unter dem Dach von

Peta bereits mehrfach die Haltung von Eisbären in Zoos, und

besonders die Lebensumstände von Knut, kritisiert hatte, erklärte

in einer Mitteilung: «Die Natur hat sich nur gerächt und Knut die

erheblichen Qualen der Gefangenschaft erspart.» Knut habe wie

90 Prozent aller in Gefangenschaft gehaltenen Eisbären unter

Verhaltensstörungen gelitten. Er sei zu sehr auf Menschen und

nicht auf Eisbären fixiert gewesen. Möglicherweise habe der

ständige Stress mit den drei Eisbärinnen in seinem Gehege

«nun zum Tode von Knut geführt».

 

Zoologischer Garten Berlin

 

 

 

 

Augenzeuge

Ich sah, wie Knut mit dem Tod kämpfte

20. März 2011 09.40 Uhr, Marc Paustian

Roman Kurzbach wollte ein Video des kultigen

Eisbären drehen. Er sah den Moment, in dem Knut starb.

Quelle: B.Z.

 

Knuts letzte Minuten

 Bitte aufs Bild klicken.

 

 Roman Kurzbach

 

Roman Kurzbach (52) aus Minden wollte ein Video für seine

daheimgebliebenen Kinder drehen. Der berühmte Knut aus Berlin,

wie er in der Sonne liegt und spielt. Doch das, was seine Kamera

dann einfing, wird er ihnen niemals zeigen. Es sind die dramatischen

letzten Momente im Leben des Eisbären.

„Es war so ein schöner Tag, Knut lag ganz entspannt auf einem Fels

und sonnte sich, es schien ihm rundum gut zu gehen“, erzählt der

IT-Spezialist. Das änderte sich jedoch innerhalb von wenigen Minuten:

„Er stand auf, und sein linkes Hinterbein zuckte ununterbrochen.

Knut schien erschrocken zu sein. Er biss sich immer wieder in das

zuckende Bein und drehte sich dabei im Kreis. Es sah fast wie ein Tanz aus.“

Roman Kurzbach und die anderen Zoobesucher begriffen zu diesem

Zeitpunkt noch nicht, was vor sich ging. Alle schauten sich nur verwundert an.

„Dann stellte sich Knut auf die Hinterbeine und fiel seitwärts ins Wasser.

Das war wohl der Moment, in dem er starb. Ich glaube, er hatte so etwas

wie einen Herzinfarkt.“ Der Eisbär bewegte sich nicht mehr. Nur der

weiße Rücken ragte über die Wasseroberfläche. Der Kopf tauchte nicht

mehr auf. Die Menschen um Knuts Gehege wurden still. Es dauerte

zwei Minuten, bis mehrere Kinder anfingen zu schreien. „Es war

herzzerreißend. Immer wieder riefen sie ‚Nein! Nein!’.

Auch meiner Frau rollten die Tränen übers Gesicht. Sie und meine

Kinder sind Knut-Fans. Sie schauten sich Knut immer im Fernsehen an.

Wie er groß wurde und wie sich sein Pfleger um ihn kümmerte.“

Roman Kurzbach nahm seine Frau Shadi (42) in den Arm, tröstete sie

und sprach ihr Mut zu. Um das Paar herum zogen Mütter ihre Kinder

vom Zaun fort, damit ihnen der Anblick des toten Tieres erspart blieb.

„Ich und meine Frau standen einfach nur da. Es dauerte ungefähr

10 Minuten, bis Mitarbeiter vom Zoo auftauchten und uns aufforderten,

das Gelände zu räumen, damit es abgesperrt werden kann.“

Sie gingen wortlos Richtung Ausgang. Sie wollten keine weiteren

Tiere mehr sehen, nur noch so schnell wie möglich zurück ins Hotel.

 

 
 


                                   Für alle Zootiere, die ihre Heimat nie
 
                      gesehen  haben sie  auch nie sehen werden
 
                      weil sie hinter Gittern schmachten.
 
 
                      Annamaria
 
 
 

Nach oben


nPage.de-Seiten: http://melindasminiaturen.npage.de/ | leipzigersimsongeschwader.npage.de/