Aus dem Leben einer Tierfreundin---leider eine wahre Geschichte!!!

 

Liebe Tierfreunde,

Vergangenen Di hat man mich vehement angegriffen (ein Rentner Ehepaar in
einer "Domaine" einer Villenanlage namens Bartole in der Gemeinde von
Grimaud, wo ich seit fast 3 Jahren ein Dutzend Katzen füttere und ich diesen
Monat nacheinander mit Hilfe von Katzenfallen insgesamt
8 davon auf Kosten der Gemeinde sterilisieren liess): die beiden brutalen
Villeneigentümer sahen mich von ihrem Garten aus mit dem Auto ankommen
(ich hatte noch nie "das Vergnügen" sie jemals zuvor gesehen zu haben, alles
schien in diesem Viertel immer ausgestorben zu sein, abgesehen von der
jahrelangen Bauwut, die da abwechselnd in den Grundstücken zu beobachten war
- die Wirtschaftskrise scheint da wohl keine Spuren hinterlassen zu haben.
Ich parkte in einiger Entfernung und bemerkte nicht, beobachtet zu werden.
Die beiden schossen plötzlich auf mich zu, beschimpften mich lautstark,
wurden dann sogar handgreiflich, so dass ich mit meinem Auto panisch die
Flucht ergreifen musste. Nachdem ich aufgeregt eine Runde mit dem Auto
gedreht hatte, wurde mir die Absurdität der Situation erst richtig klar und
daher kehrte ich nochmals zu diesen Leuten zurück, um ihnen meine von ihnen
nicht gebilligte « Anwesenheit » zu erklären, aber ich konnte nicht einmal
die Tel. nr. des Präsidenten der Tierschutzorganisation von Grimaud aus
meiner Tasche im Kofferraum heraussuchen oder ein einziges Wort sagen, denn
sie überäuften mich mit Anschuldigungen übelster Art, wie "Ausländer hätten
hier nichts zu suchen" und sogar "Einbrecherin"...Die Frau schrie mich an,
ob der Hund im Auto der meine wäre (meine Hündin blieb ganz ruhig auf dem
Hintersitz liegen und rührte sich nicht und die schwarze Katze im Käfig sass
vorn auf dem Beifahrersitz, nur gut, dass sie jene nicht wahrnehmen konnten)
und der Mann fing an, in meinem Kofferraum stöbern und wollte meine Papiere
sehen, da er angeblich ein « Officier«  ist; ich hatte grosse Mühe, ihn
fernzuhalten und sprang dann nur noch ins Auto, dabei quetschte ich meine
linke Hand ein, machte die Tür im Stress schnell wieder auf, um sie in
höchster Eile wieder zu schliessen, um endlich nur noch ganz schnell die
Flucht ergreifen zu können...

Ich wurde gestern von der Gendarmerie angerufen und muss nun kommenden
Dienstag dort erscheinen, der Gendarme meinte, ich wäre im unrecht, man warf
mir vor, vielleicht sogar eine Diebin von Rassehunden zu sein, die Fallen
aufstellte, um die Tiere dann zu verkaufen…Möchte nur mal wissen, wo diese
Hunde zu finden seien und ob sie überhaupt in kleinen Katzenfallen Platz
hätten?!Naja, Chi-hua-huas schon…Und ausserdem hätte ich die Fallen auf
Privatgrundstücken deponiert (nun weiss ich wenigstens endlich, wie und
warum mein eigener Käfig im Mai abhanden kam, den ich einst von deutschen
Tierschützern geschenkt bekam und welchen ich auf dem Boden des
Strassenrandes VOR dem Zaun des Villengartens aufgestellt hatte!Wer möchte
da vermuten, dass das wild bewachsene Stück schon zum Garten gehörte?).
Ich musste mir dann nämlich eine Falle von aimer Freundin ausleihen, hatte
dann auch mittlerweile zum Glück das Angebot eines Arbeiters einer
benachbarten gegenüberliegenden Baustelle, die Falle dort auf dem Grundstück
in der Ecke unter seiner Aufsicht aufzustellen.

Er war es auch, welcher zuvor den TS-Präsidenten angerufen hatte und um
Hilfe bat, da er einen Wurf Katzenbabies unter einem Stapel Holz im Garten
gefunden hatte, wo er Hausmeister eines Hauses in 200m Entfernung ist, und
der Präsident des Tierschutzvereins (zuständig für die Gemeinden Grimaud,
Cogolin und Saint Tropez) fuhr daraufhin zu diesem Herrn, um die Kleinen
abzuholen und sie zu einem TA in Saint-Tropez zu bringen und mit mir nahm
man danach Kontakt auf und zeigte mir vor Ort die betreffende Mutterkatze,
damit ich sie zum Sterilisieren einfangen sollte und ausgerechnet diese
Katze war es, welche ich an jenem "schwarzen" Dienstag nach ihrer Operation
wieder freigelassen habe, wohlgemerkt nicht am Ort des Angriffs, sondern 200
m weiter oben in der Anlage, vor dem Haus, wo sie als Mama einst ihre Jungen
versteckt hatte und ich wenigstens sicher davor war, nicht gelyncht zu
werden, da zudem vier Arbeiter an dieser ruhigen Strasse im Schatten eben
dabei waren, ihre Mittagspause zu verzehren und mich da in meinem völlig
aufgebrachten Zustand bei 30 Grad Hitze miterleben "durften", aimer von
ihnen leihte mir dann auch das Handy, damit ich Verbindung mit dem
TS-Präsidenten aufnehmen konnte, der mir riet, das Paar anzuzeigen...

Ich hatte meinen Bericht in französisch (wird gern bei Anfrage zugesandt) an
alle mir bekannten hiesigen TS-Organisationen gemailt und ziehe auch in
Erwägung, die Presse von diesem Vorfall zu unterrichten, damit man einmal
auch einen solch ungewohnten "Einblick" hinter die Kulissen der
touristischen Cote d'Azur gewinnen kann...

Nun werde ich abwarten, was sich am Dienstag in der Gendarmerie tut,
angeblich wird mir ja auch vorgeworfen, ich hätte die Frau am Arm gepackt
und verletzt...Ich wurde wirklich noch nie des Tierhandels, des Einbruchs
und der Körperverletzung bezichtigt, und schon gar nicht aller drei
Missetaten zusammen,
aber ich muss wohl als idealistisch-engagierte Tierschützerin enorm bei
gewissen Leuten "anecken", sonst wäre ein solcher Vorfall wohl undenkbar!

Andrea

 

Danke im Namen der das du dich so für sie Einsetzt.

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