EDIRNE/TÜRKEI HILFE ZUR SELBSTHILFE

Edirne/ Türkei Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe ....

Hungrige Hundeaugen, streunende Straßenkatzen - neue Projektwege im Tierschutz: Aktive Unterstützung zur Selbsthilfe

Edirne - das Tor zur Türkei. Einst Hauptstadt des Osmanischen Reichs, danach eine vergessene Perle historischen Reichtums im Dreiländereck Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Mittlerweile zieht es aufgrund seiner interessanten Lage und der historischen renovierten Bauten wieder Touristen aus allen Ländern in die Grenzstadt an der Meric und Tunca.

Neben den vielen attraktiven Plätzen der Stadt gehören zum Alltag aber auch die vielen Katzen und herrenlose Hunde, welche das Bild der Stadt auf oft traurige Weise mitprägen.Teilweise geduldet und gefüttert, teilweise getreten, krank und misshandelt.
Um das Leid dieser unzähligen Straßentiere aller Colleur zu lindern, kümmert sich ein örtlicher Tierschutzverein sowie rührige Anwohner in Eigenregie um die Tiere.

Sie kaufen Futter aus ihren eigenen beschränkten Mitteln, sammeln Essensreste aus Kantinen und Schulen, versuchen mit Hilfe der ortsansässigen Tierärzte die medizinische Versorgung in Notfällen zu tragen. Ein Fass ohne Boden, wenn man die vielen nicht kastrierten Tiere betrachtet, welche sich ungehindert vermehren.

In den letzten Monaten konnten einige engagierte Mitglieder des jungen Tierschutzvereines EDHAYKO in Edirne in Zusammenarbeit mit der Stadt, an vielen Plätzen Futterstellen einrichten. Dort erhalten die Tiere nun zumindest eine Grundration an sauberen Futter und Wasser. Diese Futterstellen werden von der Stadt Edirne in Zusammenarbeit mit EDHAYKO betreut und gepflegt. Ein positives Beispiel, dem so hoffen wir, noch viele andere Gemeinden der Türkei folgen werden. Auch ein örtliches Tierheim ist vorhanden, welches bis vor kurzem nicht wirklich für gute Schlagzeilen sorgte. Ein Zustand der nun geändert werden soll und muss.

Momentan bietet dieses Tierheim nur Kapazitäten für Hunde an. Diese Kapazität an Plätzen ist oft aufs doppelte belegt.
Ein Katzenhaus konnte bisher auf Grund Geld und Platzmangels nicht gebaut werden.

Im örtlichen Tierheim fehlt es neben der technischen Ausstattung (Röntgen und Ultraschall) auch an den einfachsten Untersuchungsutensilien sowie den entsprechenden Medikamenten wie z.B. bei der Behandlung von Räude oder Ekzemen, aber auch Antibiotika sowie Parasitenbehandlungen fehlen. Es gibt keine Quarantäneboxen in den Behandlungsräumen der Praxis. Behandelte Tiere liegen daher oft auf dem Boden oder sie werden in ihre bereits überfüllten Zwinger zurückgebracht.

Der dortige Veterinär ist zudem nicht in der Lage, Tiere in einem notwendigen Maße zu kastrieren, da nur ein einziges Kastrationsbesteck zur Verfügung steht. Ein Umstand der trotz aller Bemühungen ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und langfristig zu keiner Besserung der Überpopulation führen kann. Ein weiteres Problem ist, das durch diesen Umstand Tiere viel zu lange im Tierheim bleiben müssen bevor sie nach ihrer Kastration wieder an ihre angestammten Reviere zurück gesetzt werden können. All diese belegten Plätze kosten zudem Geld, das im Grunde für die Anschaffung notwendiger Dinge gebraucht werden würde. Auch fehlen all diese belegten Plätze den vielen Notfällen die fast täglich ins Tierheim kommen.

Für den leitenden Tierarzt vor Ort der seit zwei Jahren versucht mit geringen Mitteln das Tierheim auf Vordermann zu bringen, ein unzumutbarer Zustand. Denn wie bei allen Heilberufen war auch seine Motivation diesen Beruf zu wählen, das Heilen!

Zur Unterstützung in der Betreuung der 180 Hunde stehen ihm zwei festangestellte Helfer zur Verfügung. Allerdings sind diese ohne Ausbildung im Bereich Tierpflege und -haltung. Wobei diese beiden Männer wirklich mit versuchen ihr Bestes zu geben. Was aber nicht verhindert, das Welpen täglich sterben.  Hunde können nicht artgerecht versorgt und auch nicht behandelt werden. Der tägliche Auslauf ist ein Fremdwort für diese Tiere. Teilweise vegetieren die Tiere in ihren Zwingern vor sich hin und zeigen demnach auch ensprechende Verhaltensweisen.

All diese Zustände sollen nun langsam und darüber sind sich alle einig, der Vergangenheit angehören.

Franziska Schleyer, aktives Mitglied des örtlichen Tierschutzvereines und Leitung des Deutschland Treffpunktes an der Trakya Universität in Edirne, bemühte sich daher um einen kompetenten und erfahrenen Partner im Bereich Tierschutz. Nach langen Bemühungen kam ein Kontakt zu Care-4-life e.V. zustande. Etliche Mails und Telefongespräche später trafen wir Ende Januar 2011 in Edirne ein, um uns selbst ein Bild der Situation zu machen. Bericht unseres Besuches auf der Internetseite der Gemeinde Edirne in türkischer Sprache http://www.edirne.bel.tr/yeni_sayfa_4.htm.


Voller Freunde und sehr gut vorbereitet empfing uns der Örtliche Tierschutzverein mit einigen seiner aktiven Mitglieder. Auch der Bürgermeister kam, um uns Willkommen zu heißen und uns seine Ernsthaftigkeit am Interesse aus diesem Heim, ein Tierheim zum Schutz und zum Wohle der Tiere zu errichten, mitzuteilen. Auch die Schulung der Pfleger und der Tierärzte stand dabei im Fokus der Gespräche. Nur gemeinsam kann dem Leid der Tiere beigekommen werden.

Natürlich kamen wir nicht mit leeren Händen. Vielmehr konnten wir bereits zu unserem ersten Besuch 2 Tonnen Tierfutter, 112 Kilo an Medikamenten und vieles andere nützliche Tierequipment mitbringen. An dieser Stelle geht ein HERZLICHES DANKESCHÖN an all unsere Spender und Förderer, denn ohne ihre Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen!!

Das Projekt „Edirne" soll nicht dem üblichen Weg folgen: vielmehr soll aktive Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden. Neben Medikamenten, OP-Bedarf und technischer Ausstattungen wird vor allem Wert auf eine fundierte Aus- und Weiterbildung der Tierärzte und Tierpfleger Wert gelegt. Dies bedeutet, dass Care-4-Life e.V. im April 2011 neben wertvollen Sachspenden, wie z.B. weitere Kastrationsbestecke, auch mit einem deutschen Tierarzt sowie Hundetrainern im Gepäck, die zweite Reise nach Edirne antreten wird.

Das örtliche Personal, vom Veterinär bis zum Tierpfleger, sowohl auch die Mitglieder des Vereines EDHAYKO, welche unermüdlich im Tierheim im Einsatz sind, werden in entsprechenden Bereichen eine 10-tägige Schulung erhalten. Die Hundetrainerin wird im speziellen den Umgang mit Hunden aller Verhaltensweisen schulen. Auch das kleine ABC der Hundeschule soll erlernt werden. Auch das Thema „ Spaß für Tierheim-Tiere" wird hierbei eine Rolle spielen. Danach steht der Einführung von Gassigehern, wie wir es in Deutschland kennen, nichts mehr im Wege und erhöht die Vermittlungschancen der Tierheimhunde um ein Vielfaches.

Der örtliche Tierschutzverein in Edirne wird bis zu unserem zweiten Besuch auch nicht untätig sein:
So werden Seminare in Schulen, welche den Umgang mit Tieren im Allgemeinen und mit Strassentieren im Besonderen, abgehalten. Damit sollen bereits Kinder und auch Erwachsene im Umgang mit Tieren sensibilisiert werden. Auch zu diesem Thema konnten wir bereits bei unserem ersten Besuch einiges an Schulmaterial beisteuern. Auch weitere Futterstellen für Streuner sollen bis zu unserem nächsten Besuch aufgestellt werden. Die Gemeinde Edirne hat bereits mit Renovierungsarbeiten im Tierheim angefangen. So werden die Ausläufe vergrößert, die einzelnen Zwinger werden renoviert. Auch eine weitere Zwingeranlage soll errichtet werden. Weiter ist der Einbau einer Futterküche geplant, in der dann kostengünstig Futter für die Tierheimhunde zubereitet wird. Bisher läuft die Verpflegung der Tiere ausschließlich über Kantinenabfälle die zum einen mit Müll, von der Serviette bis zum Einmalhandschuh der Küchenhilfen, verdorben ist. Auch ist dieses Futter oft zuwenig für die große Anzahl der zu versorgenden Hunde.

Speziell im Welpenbereich steht einiges an, das zum Wohl der oftmals ohne Mutterhündin vorhandenen Babys dar. So gibt es keine Hütten in die sich die Kleinen zum Schutz vor Kälte zurückziehen können. Einzig ein paar Europaletten dienen als Schlafplätze. Die Fliesenböden werden daher schon mit Einstreu bedeckt, dass es die Kleinen nicht ganz so kalt unterm Popo haben. Das gleiche gilt für die Hundemuttis - wenn überhaupt liegen sie mit ihren Babys auf Europaletten, da die Neugeborenen aber zwischen den Latten durchrutschen schleppt die Mama sie wieder zurück auf den Boden - dort leiden sie dann an Unterkühlung und sterben. Ein grausamer Kreislauf der mit wenigen Mitteln zu unterbinden wäre. Eine ausreichende Anzahl an Hütten und Plastikliegewannen ist das, was der Station neben einem Anstrich, um den sich der Verein zur Zeit kümmert, fehlt.

 

Unterstützen Sie uns mit einer Spende, um den Tieren in Edirne ein Wohlfühltierheim zu errichten.

Die Firma Arkadaspet in der Türkei hat uns auf Anfrage ein Angebot für Hygiene-Hundekörbe abgegeben - z.B. ein Hygiene-Hundekorb  aus Kunststoff, der leicht zu reinigen ist kostet in der mittleren Größe (95 x 67,5 x 28cm) 25,00 EUR
ein großer Hygiene-Hundekorb (110 x 78 x 32cm) in denen sich im Besonderen die Welpen ohne Mama zusammenkuscheln können, kostet 43,00 EUR.

Spendieren Sie den Babys ein hygienisch einwandfreies Bettchen und den Hunden in den Zwingern einen sauberen Liegeplatz.

Für die Tiere im Tierheim Edirne benötigen wir auch dringend Hundefutter, da die Essensreste aus den Kantinen bei weitem nicht ausreichen um alle Tiere zu versorgen. Sie würden sich daher über eine zusätzliche Futterspende freuen. Spenden Sie einen 25 kg-Sack Hundefutter für die Tierheimhunde in Edirne. Dieser kostet in der Türkei umgerechnet 25,00 EUR. Um Transportkosten zu sparen, kaufen wir Futtermittel direkt vor Ort in der Türkei ein.

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Helfen Sie uns zu helfen:

Unterstützen Sie uns bitte - jeder noch so kleine Beitrag bringt uns dem Erfolg ein Stückchen näher.

Für Ihre Spende steht Ihnen unser Spendenkonto zur Verfügung. Bitte geben Sie im Verwendungszweck entweder "Hygiene-Hundekorb", "Hundefutter" oder "Baumaterial" an. Wir werden sämtliche Spender an dieser Stelle veröffentlichen.

Schon jetzt im Namen aller Tiere im Tierheim Edirne sowie vom gesamten Care-4-life-Team ein herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung.

Ihr Team von Care-4-life e.V.

 

Der Tierschutzverein Care-4-life e.V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten von uns bei Angabe Ihrer postalischen Anschrift zum Jahresanfang automatisch eine Zuwendungsbescheinigung für das vergangene Jahr.

 

Alle Spender werden mit Namen genannt und Ende April  kommen die Fotos der Spendenübergabe.
 
Kontoinhaber : Care-4-life e.V
Bank : Sparda Bank Stuttgart
Konto : 6090008
BLZ : 60090800

 

 

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