*DIE POLIZEI DEIN FREUND UND MÖRDER*


 

Statt erhoffter Hilfeleistung: Katze brutal
von Polizist erschlagen


Neun Jugendliche aus Deutschland erhofften
sich Hilfe von der Polizei und
wurden aufs Schrecklichste enttäuscht und
entsetzt

In den vergangenen Tagen erreichte uns ein
Hilferuf aus Deutschland.
Erholsame Tage in der wunderschönen
Berglandschaft Tirols hatten sich
deutsche SchülerInnen erhofft, doch diese
Bilder werden die Teenager so
schnell nicht mehr aus ihren Köpfen
bekommen.

Neun SchülerInnen spazierten Ende Juli durch
eine Tiroler Innenstadt. Sie
beobachteten eine kleine Katze, die gerade
eine Straße überquerte und von
einem offensichtlich zu schnell fahrenden
Auto am Schwanz überfahren wurde.
Der Autofahrer kümmerte sich nicht um das
verletzte Tier und raste weiter.
Die entsetzten Jugendlichen liefen zu der
völlig verängstigten Katze und
versuchten diese zu beruhigen. Angestellte
eines in der Nähe liegendes
Geschäftes beruhigten die SchülerInnen und
versicherten ihnen, dass die
Katze bestimmt überleben werde, danach riefen
sie die Polizei um Hilfe. Zwei
Beamte waren dann auch zur Stelle - doch nun
nahm die Tragödie ihren Anfang.

Ein Polizist meinte, die Katze von ihrem Leid
erlösen zu müssen, nahm eine
Holzstange, die er in der Nähe fand und
begann auf das hilflose Tier
einzuschlagen. Ca. 15 mal schlug er mit
voller Wucht auf das Tier ein, bis
es sich nicht mehr bewegte. Danach steckte er
die tote Katze in einen
Müllsack und diesen in den Kofferraum.

Fassungslos blieben die Jugendlichen zurück
und schrieben sich ihren Schmerz
von der Seele. Die Briefe wurden an den
zuständigen Bürgermeister, an den
Bundesminister für Tierschutz Herrn Alois
Stöger und den Landeshauptmann von
Tirol geschickt.

Hier einige Auszüge aus den Briefen:

„.....als wir bei der Katze ankamen,
entdeckten wir, dass das gesamte
Schwanzfell mit sämtlicher Haut auf der
Straße lag, zwei Leute holten sofort
Hilfe ....wir hatten uns in der Zwischenzeit
um die Katze bemüht und haben
sie beruhigt. Als die Polizisten dann endlich
nach 15 Minuten kamen, warfen
sie einen kurzen Blick auf die Katze. Dieser
Blick war recht herzlos.....
darauf sagte ein Polizist, dass er die Katze
jetzt von den Leiden befreien
werde. Er zog seine schwarzen Lederhandschuhe
an und schickte uns weg. Er
nahm einen dicken Holzstab, der an der Straße
stand, und schlug auf die
Katze ein, ohne jegliche Rücksicht auf uns.
Er schlug sehr oft auf die Katze
ein und der Holzstab brach in der Mitte. Er
schlug einfach mit der anderen
Hälfte weiter. Die Katze zappelte dabei sehr.
Dann war sie tot und die
Polizisten stopften sie in einen schwarzen
Müllsack
....wie Sie höchstwahrscheinlich verstehen
können, waren wir sehr geschockt
und denken nun sehr sehr schlecht über die
Polizei und ihre"Hilfe". Wir
schließen daraus, dass die Polizei nicht
immer so hilfreich sein kan, wie
sie tut, sondern auch sehr herzlos. Sie
sollen Lebewesen retten und nicht
töten! Die Katze hätte sicher überlebt! Es
war mit Abstand das Schlimmste,
was wir je erlebt haben. Wir werden die
Bilder in unseren Köpfen nicht mehr
los. Es ist ein Alptraum. Mit diesem Brief
wollen wir etwas bewegen und
unsere Angst loswerden, dass es nocheinmal
passiert. Wir hoffen, Sie nehmen
sich das zu Herzen und denken darüber nach.“
Luisa, Lena und Csaba

„.....bis der Polizist plötzlich und aus
heiterem Himmel anfing mit dem
dicken Holzstock auf die kleine süße Katze
einzuschlagen. Es war ein sehr
schrecklicher Anblick. Es ist schlimm als
Tierfreund anzusehen, wie eine
kleine Katze umgebracht und erschlagen wird.
Der Polizist schlug 10 bis 15
mal auf die Katze. Sie zappelte die ganze
Zeit. Bis sie tot war....
....ehrlich gesagt, haben wir nun einen echt
schlechten Eindruck von der
Polizei. Es heißt ja immer "Polizist,
dein Freund und Helfer". Das nächste
Mal überlegen wir uns zweimal, ob wir die
Polizei anrufen werden.“
Linda, Sonja, Xanal

„....nach einer Weile kam endlich die
Polizei. In diesem Moment freuten wir
uns noch, und waren schon fast stolz auf uns,
dass die kleine süße Katze
versorgt werden konnte. Einer der Polizisten
wollte die Katze noch zu einem
Tierarzt bringen, doch als er sich mit seinem
Kollegen besprach, teilten sie
uns die folgenden Worte mit: "Wir werden
sie von ihrem Leiden befreien." Ein
Polizist schickte uns mit einem trostlosen
Blick fort. Ohne ein Danke an
unsere gute Tat. Wir standen 15 Meter weiter.
Von unserem Standpunkt konnten
wir den Mord nicht übersehen, wie der
Polizist auch wusste. Es gibt nur
wenige Sachen, für ein Kind die schlimmer
sind als die tat des Polizisten.
Wir sahen, wie der Mann mindestens 10 mal auf
die Katze einschlug, mit der
Stange die er von dem Straßenrand genommen
hatte und den er nach dem Mord
wieder in zwei gebrochen an die Straße
gestellt hat. Nun wissen wir 9, dass
wir die Polizei nicht mehr als Freund und
Helfer sehen sondern als
gefühllose Menschen, denen es nur darum geht
den Arbeitstag so schnell wie
möglich zu beenden.“
Maximilian, David, Dennis

Gespräch mit der zuständigen
Polizeidienststelle

Eine VGT-Mitarbeiterin telefonierte mit dem
Polizisten, der die Katze
erschlug, um die Motivation verstehen zu
lernen. Der Polizist selbst
bezeichnete sich als äußerst tierlieb und
handelte offensichtlich
tatsächlich in dem Glauben die Katze zu
„erlösen“ und ihr so etwas Gutes zu
tun.

Erschreckend bei diesem Gespräch war aber
allemal, dass die Polizisten
offensichtlich in keinster Weise über das nun
bereits seit 2005 bestehende
neue Tierschutzgesetz informiert zu sein
scheinen. Der Bestandteil, dass es
verboten ist, ein Wirbeltier zu töten, schien
dem Beamten neu zu sein. Ein
gerechtfertigtes Töten von Wirbeltieren, um
es von seinen Schmerzen zu
erlösen, sollte prinzipiell von einem
Tierarzt vorgenommen werden, und auch
von diesem beurteilt werden, ob keine Rettung
für das Tier mehr zu erwarten
ist. In Notsituationen dürfte dies noch von
fachkundigen Personen, die über
das nötige Instrumentarium verfügen,
durchgeführt werden.

Der Tatbestand, dass es auch in Tirol einen
Tierärzte Wochenend-Notdienst
gibt, eine Tierrettung mit einem Notruf, die
rund um die Uhr erreichbar ist
und dass es in unmittelbarer Nähe des
Unfallortes eine Tierklinik mit
Notdienst gibt, waren dem Beamten neu. All
diese Stellen hätten sich um das
verletzte Tier angenommen und es zu retten
versucht. Wenn es sich um ein
Fundtier handelt, werden die anfallenden
Kosten vom Land übernommen.

Der VGT nimmt diesen traurigen Anlassfall, um
für eine Nachschulung der
Tiroler Polizei in Sachen Tierschutz zu
sorgen. Alle Dienststellen sollen
über das Versorgungssystem von verletzten
Fundtieren informiert werden. Ein
entsprechendes Schreiben wird heute noch an
den Landesveterinärdirektor, an
den Tierschutzombudsman n und an die Leiterin
des Referats für Tierschutz
des Landes Tirol geschickt.

Dieser Vorfall darf sich nicht wiederholen!

Rückfragehinweis:
Maria Griebl, Tel.: 01/9291498, Email:
maria@vgt.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 GESCHICHTE 1

 Aktuelles

Betreff: Innenminister, Polizeipräsident: Polizeihundeführer erschießt harmlosen und tagelang hungernd
umherirrenden kleinen Hund !
Astrid Suchanek
D - 68161 Mannheim
 
Innenminister BW
Polizeipräsident Stuttgart
 
                                            DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE
gegen den mutmaßlichen Hundestaffelführer, der einen kleinen, durch tagelangen Hunger geschwächten Hund böswillig und vorsätzlich auf einem Feld nahe Ludwigsburg mit dem Auto gehetzt und hingerichtet hat
 
Sehr geehrte Herren,
 
ich kopiere Ihnen den eindeutig bezeugten Vorfall, der Ihnen durch die Öffentlichkeit und wie ich hoffe, inzwischen eingereichte Strafanzeige bekannt ist. Die Kopie folgt unter meiner Beschwerde.
 
Hiermit reiche ich Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Polzisten, der Hundestaffelführer sein soll, ein, der lt. unten folgendem Bericht einen kleinen, harmlosen und durch tagelangen Hunger geschwächten Hund vorsätzlich und böswillig, ohne jegliche Berechtigung und Notwendigkeit in Verstoß gegen § 17 TSchG mit dem Auto über ein Feld gehetzt und mit mehreren Schüssen hingerichtet hat.
 
Der Polizist war nicht einmal in der Lage oder willens, das verängstigte und durch seine Hatz geschwächte Tier mit einem gezielten Schuß zu ermorden. Er schoß quasi wahllos aus dem Auto heraus auf das Tier! Nicht nur, daß der angebliche Hundestaffelführer das schwache Tier mit dem Auto hetzt, sondern er zielt auch noch nicht einmal richtig. Hier tun sich Abgründe auf! Das betrifft sowohl den Hundemörder, als auch die "Arbeit" der Polizei insgesamt, s. unten.
 
Aus dem Geschilderten geht weiter eindeutig hervor, daß niemand durch das Hündchen in Gefahr war. Die angebliche Gefahr für Menschen (so wurde der Hundemörder in einer Pressemitteilung zitiert) hat dieser lediglich als Schutzbehauptung erfunden. Außerdem waren andere Polizisten und Tierschützer vor Ort, die den Hund selbst einfangen wollten, was der Revolverheld "erfolgreich" verhinderte. Selbst wenn Gefahr bestanden hätte, wäre seine Hatz Straftat gewesen.
 
Entgegen seiner Pflicht hat der Hundemörder auf Aufforderung wohlweislich die Nennung seines Namens verweigert. Demnach war ihm (selbstverständlich) klar, daß er eine Straftat begangen und sein Amt mißbraucht hatte. Mehr Strafrelevanz kann kaum zusammenkommen.
 
Daß der Polizist in Wild-West-Manier in Gegenwart seiner Beschützer (und damit doppelt strafbewehrt) das verängstigte Tier mit dem Auto hetzt und wild aus dem Auto heraus auf das Tier ballert, ohne richtig zu zielen und zu treffen, ist Straftat genug. Dieser Polizist aber soll Hundestaffelführer sein. Das schlägt dem Faß den Boden aus!
 
Wie behandelt dieser Hundemörder die ihm in seinem Tätigkeitsbereich anvertrauten Hunde? Wie konnte so ein Gewaltmensch je die Erlaubnis für das Führen von Hunden erhalten und als Hundestaffelführer eingesetzt werden?
 
Ein solcher Gewalttäter und vorsätzlicher Hundemörder darf niemals mit so sensiblen Wesen wie Hunden arbeiten!
 
Ich bitte die übergeordneten Dienstherren, den Hundemörder aus dem Dienst zu entfernen, ihm das "Zertifikat" für die Ausübung eines Hundeführers abzuerkennen, ihn für den Amtsmißbrauch disziplinarisch zur Verantwortung zu ziehen und strafrechtlich nach
§ 17 TSchG der Justiz zu überstellen. Hier kommt nur die Höchststrafe in Betracht.
 
An dem Fall zeigt sich weiter, daß bei der Polizei höchster Schulungsbedarf für die Handhabung von einzufangenden Tieren (nicht nur Hunden) besteht.
 
Die Bürger sind über eine derartige Polizei zu Recht empört. Wie sollen sie zu so einer Polizei Vertrauen haben? Reicht Stuttgart 21 nicht? Ich bitte um die Mitteilung über Ihre disziplinarischen, strafrechtlichen und Schulungs-Maßnahmen. Sie wird im Republikverteiler bekannt gegeben.
 
mit freundlichem Gruß
astrid suchanek

 

 

Drei Mitarbeiter des Tierheims sind Zeugen der Hinrichtung des kleinen, verängstigten Hundes.

Die ersten Schüsse werden auf den sich auf einem Feld befindenden Hund abgegeben. Der Schütze ist zu diesem Zeitpunkt ca. 30 m entfernt auf einem Feldweg, stehend neben seinem Auto. Der Hund befindet sich etwa 2 km entfernt von der Autobahn. Der Hund zuckt zusammen und wechselt dann die Richtung. Sowohl Marina als auch Saskia können klar erkennen, dass der Hund sichtlich langsam wird, beiden ist klar, dass das Tier getroffen worden ist. Aus dem uns vorliegenden Obduktionsbericht ist ersichtlich, dass der Hund einen Treffer am Bauch erhalten hat. Es sind zu dem Zeitpunkt noch keine inneren Organe verletzt; der Hund hätte noch eine sehr gute Chance gehabt, nach einer Operation zu überleben. Er war jetzt so langsam, dass es für unsere Mitarbeiter ein Leichtes gewesen wäre, ihn einzufangen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt konnte niemand mehr behaupten, der Hund würde eine Gefahr für andere darstellen.

Was nun passiert, werden unsere Mitarbeiter wohl nie mehr vergessen. Der Schütze in dem Privatfahrzeug gibt Vollgas und rast dem Hund, der leider auf einen Feldweg gelaufen ist, hinterher. Unser Mitarbeiter Sven Andersen, der ebenfalls im Auto in die Richtung unterwegs ist, und dem die Polizisten in den Dienstfahrzeugen gesagt haben, wo der Hund zu finden sei (für uns deshalb klar, dass sie ebenfalls nicht wussten, dass S. die Absicht hatte, das Tier zu erschiessen. Seit wann schickt die Polizei Menschen ins Schussfeld...?) merkt jetzt, was der Schütze vorhat und verfolgt ihn mit dem Auto, weil er hofft, ihn noch stoppen und zur Vernunft bringen zu können.

S. holt den mittlerweile sichtlich schwächer werdenden, am Wegrand laufenden Hund ein und gibt, direkt neben ihm fahrend, aus einer Distanz von maximal 2 m zwei Schüsse seitlich auf ihn ab, die laut Obduktionsbericht das Lungenparenchym und das Mediastinum hochgradig zerstören. Der Hund hat jetzt keine Chance mehr!

Sven, der jetzt kurz hinter S. fährt, muss hilflos mit ansehen, wie das wehrlose, schwerstverletzte Tier zusammenbricht. S. steigt aus seinem Fahrzeug, Sven ebenfalls, es gibt ein sehr heftiges Wortgefecht, Sven fühlt sich bedroht, weil S. immer noch die Waffe in der Hand hält und der Meinung ist, der Lauf sei im Eifer des Gefechts mehrmals auf ihn gerichtet gewesen.

Zu diesem Zeitpunkt lebt der kleine Hund immer noch, er zuckt im Todeskampf, röchelt und seine Augen quellen weit hervor. Sven brüllt S. an:" Der Hund lebt noch, siehst du das nicht?" Erst dann setzt S. den letzten Schuss, der dem Hund, wie aus dem Obduktionsbericht ersichtlich, die Schädeldecke durchschlägt und zwei Halswirbel bricht. Mittlerweile treffen Saskia und Marina am Tatort ein. Saskia bricht weinend zusammen und wirft dem Schützen vor, dass kein anderer Polizist die Absicht gehabt hätte, zu schiessen, so wie ihr versichert worden ist. Sofort fragt S. wütend seine mittlerweile eingetroffenen Kollegen, wer dies behauptet hätte. Sven ruft mich an, ich bitte ihn, den Namen des Schützen zu erfragen und Fotos von dem toten Tier zu machen.


S. nennt trotz Aufforderung seinen Namen nicht, wird aber von Saskia erkannt, weil sie mehrmals bei den Verhaltensüberprüfungen der sogenannten Kampfhunde dabei war, die das Veterinäramt Ludwigsburg im Beisein von S. durchgeführt hat. Saskia, die ein Fotohandy dabei hat, fotografiert den toten Hund von allen Seiten.
S. verhindert, dass die Tierheimmitarbeiter den toten Hund in die Hände bekommen, sagt aber, dass das Tier zum Veterinäramt Ludwigsburg gebracht wird.

Die Besitzerin des Hundes holt das tote Tier am Montagmorgen dort ab, um es kremieren zu lassen. Auf meine Bitte hin überlässt sie uns den Tierkörper vorläufig, so dass die Obduktion gemacht werden kann. Anschliessend wird das Tier von einer Bestattungsfirma abgeholt.

Ursula Gericke

 

 

Leserbrief in der Bietigheimer Zeitung

Opfer eines übereifrigen Ordnungshüters

Es ist unvorstellbar, was letzte Woche passiert ist. Ein kleiner, älterer Hund wird von einem allein in seinem Privatfahrzeug sitzenden Polizeihundeführer etwa zwei Kilometer von der Autobahn entfernt mit einer Handfeuerwaffe aus einer Distanz von rund 50 Metern angeschossen. Anschließend hetzt der Schütze das Tier mit dem Auto über die Feldwege und gibt weitere Schüsse ab - bis der Hund tot zusammenbricht.

Im Zusammenhang mit diesem Vorfall, müssen einige Fragen gestellt und von den zuständigen Stellen auch schlüssig beantwortet werden: Seit wann ist eine Polizeipistole dafür geeignet, über eine so große Distanz sicher zu treffen? Darf ein Polizeihundeführer, der so unüberlegt handelt, künftig überhaupt noch eine Schusswaffe tragen? Welche Gefahr geht von einem Beamten aus, der gleichzeitig sein Fahrzeug steuert, einen Hund verfolgt und mehrfach aus dem geöffneten Autofenster schießt?

Drei Tierheimmitarbeiter waren im Einsatz. Der Hund war bereits so geschwächt, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen wäre, ihn einzufangen. Und es hätte Alternativen zu den tödlichen Schüssen gegeben. Warum wurde nicht der Tierarzt der Wilhelma eingeschaltet, der über ein Betäubungsgewehr verfügt und beim Einfangen von scheuen Tieren sehr erfahren ist?

Warum wurden die Besitzer des Hundes nicht von der Polizei informiert, und warum wurde ignoriert, dass zwei dem Hund vertraute Pfleger des Tierheims, aus dem er stammte, auf dem Weg waren . Zu ihnen hat das Tier Vertrauen gehabt und es hätte sich einfangen lassen. So wurde es das Opfer eines übereifrigen, gedankenlos handelnden Ordnungshüters, der Ludwigsburg offenbar mit der weiten Prärie des Wilden Westens verwechselt hat. Wir erwarten Konsequenzen!

Christoph Bächtle,

Zweiter Vorsitzender des
Tierschutzvereins Ludwigsburg


Tierschutzverein „Hoffnung für Tiere“ e. V.
Röderhäuser 4, 01900 Bretnig-Hauswalde
Tel./Fax: 03 59 55 / 7 26 04
e-mail:
tierhoffnung@gmx.de

Tierheim Ludwigsburg

Tierheimleiterin
Kugelberg 20
71642 Ludwigsburg

Fiodor

Sehr geehrte Frau Gericke,

wir erhielten am 11.02.2011 um 08.44 Uhr einen Anruf von der Polizeidirektion Kornwestheim (Tel. 071541313202).

Eine weibliche Polizeibeamte erklärte, dass man dabei sei, Fiodor zu fangen. Ich bat sie, behutsam und bedacht vorzugehen, da es sich bei Fiodor um einen äußerst ängstlichen, jedoch keinesfalls aggressiven Hund handeln würde. Unseren Erfahrungen nach sei es Fremden nicht möglich, diesen Hund einzufangen. Er würde aus seiner riesengroßen Angst heraus um sein Leben laufen. Das hatte er auch gemacht, als er aus Polen zu uns gekommen war und uns noch nicht vertraute. Ich bat die Polizeibeamte darum, im Notfall einen Veterinär mit einem Blasrohr zu Hilfe zu holen, um Fiodor zu betäuben und dann einfangen zu können. Eindringleich schilderte ich, dass  die Angst des Hundes nur größer werden würde, je mehr er sich verfolgt fühle. Man sollte Fiodor bitte nur beobachten. Unser Mitarbeiter Herr Czerwenka, dem der Hund vertraute und der sich wirklich mit Hunden auskennt, würde sich umgehend auf den Weg machen. Man sollte seine Ankunft unbedingt abwarten. Nur so könnte Fiodor geholfen werden.

Herr Czerwenka machte sich tatsächlich sofort auf den Weg und teilte dies der Polizei unter der o. g. Nummer telefonisch von seinem Handy aus mit. Es ist uns völlig unverständlich, wie man die Treibjagd auf den in Todesangst um sein Leben laufenden Hund auch nach diesem Telefongespräch fortsetzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Beamten, dass von Fiodor keinerlei Gefahr ausgeht und dass er von unserem Tierpfleger eingefangen werden würde. Aber nein, man lies unseren Mitarbeiter Herrn Czerwenka 5 Stunden fahren, ohne ihm mitzuteilen, dass man Fiodor bereits bestialisch umgebracht hatte. Das ist nicht nur ein kosten- und zeitintensives Versäumnis und eine Missachtung der Persönlichkeit unseres Kollegen, es ist auch ein moralisch nicht vertretbares Handeln.

Während des anfangs erwähnten Telefongespräches sagte die Beamte übrigens, dass der Hund jetzt Richtung Autobahn laufen würde. Auf meine Nachfrage, wie sie das denn wissen könnte erklärte sie, dass sie mit der Einsatzzentrale verbunden sei. Ich nutze diese Situation um erneut daran zu appellieren, die Jagd auf den Hund einzustellen, wie wir jetzt wissen leider vergeblich.

Mit einem derart ignoranten und lebensverachtenen Verhalten gewinnt die Polizei kein Vertrauen, im Gegenteil. Auch wir würden im Fall eines entlaufenen Hundes in Zukunft weder eine Suchmeldung an die Polizei senden noch diese um Hilfe bitten. Der sinnlose Tod von Fiodor, verursacht von übereifrigen Beamten, die nicht bereit waren, aus unserem Wissen um den Hund, der über ein Jahr bei uns war, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen, wird uns ein für alle mal vor einem solchen Fehler bewahren.

Angela Rogalli
Tierheimmitarbeiterin

Heike Falkenberg
Vereinsvorsitzende Tierschutzverein "Hoffnung für Tiere"e.V.


 

Landestierschutzverband Baden-Württemberg e. V.
Unterfeldstraße 14 B · 76149 Karlsruhe · Tel.: (0721) 70 45 73 · Fax: (0721) 70 53 88
Homepage : Landestierschutzverband-bw.de

1. Vorsitzender: Herbert Lawo

17. Februar 2011

Pressemitteilung

Hund von Polizei erschossen - greifen Beamte vorschnell zur Waffe?

Am Freitag wurde auf einen Feld bei Ludwigsburg ein Hund von einem Polizisten getötet. Der Beamte schoss offensichtlich mehrfach aus dem fahrenden Wagen auf das Tier und verletzte es schwer. Mitarbeiter des örtlichen Tierheims wurden Zeugen der tödlichen Treibjagd. Der Landestierschutzverband setzt auf Betäubungsgewehre und fordert bessere Qualifikation bei Polizisten im Einsatz mit Tieren.

Frei herumlaufende Tiere sind in Baden-Württemberg keine Seltenheit. Verkehrsmeldungen warnen fast stündlich vor „Gefahr durch und für Tiere“ - Wildtiere, sowie entlaufene Nutztiere oder Haustiere geben dazu jeweils Anlass. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Tierschützern oder Tierhaltern gelingt es in der Regel, die meisten Nutz- und Haustiere wieder einzufangen und ihren Besitzern zurückzugeben, zumindest bei Hunden ist die Erfolgsquote hoch.

Der kniehohe und schon etwas ältere Mischlingsrüde Fiodor hatte dieses Glück am vergangenen Freitag jedoch nicht. Seinen neuen Besitzern davongelaufen, völlig ortsunkundig und schon länger unterwegs, wurde er hungrig und erschöpft auf einen Feld ca. 2 km entfernt der A 81 gesichtet. Polizisten in Uniform und drei Helfer des örtlichen Tierschutzvereins sicherten das Terrain und versuchten ihn einzufangen, als nach Zeugenaussagen ein weiterer Beamte der Polizeidiensthundestaffel die Sache selbst in die Hand nahm und auf den Hund schoss. Im Auto verfolgte er den offensichtlich verletzten Hund und gab aus dem fahrenden Wagen weitere Schüsse auf das flüchtende Tier ab. Bei dem Tier angekommen, setzte er Fiodors Qualen dann mit dem vierten Schuss ein Ende. Die Tierheimmitarbeiter, die bereitstanden, den verletzten Hund einzufangen, waren schockiert.

Auch der Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Herbert Lawo verurteilt die ihm geschilderte Vorgehensweise auf’s Schärfste. „Der Schusswaffengebrauch war in der beschriebenen Situation völlig unangemessen, denn durch den Hund bestand keine direkte Gefahr für Verkehrsteilnehmer. Zudem waren im Umgang mit Hunden erfahrene Tierheimmitarbeiter vor Ort, um das vermutlich bereits ermüdete und erschöpfte Tier einzufangen. Selbst wenn ihnen das nicht gelungen wäre, hätte man genügend Zeit gehabt, einen Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr hinzuzuziehen, so wie es anscheinend am Dienstag in einem ähnlichen Fall im benachbarten Erdmannhausen problemlos funktioniert hat. Selbstverständlich hat die Bevölkerung ein Recht darauf, dass diese Aktion, die an schlechte Wildwest-Manier erinnert, behördenintern aufgeklärt wird und Konsequenzen hat.“

Autobahnpolizei, Berufsfeuerwehr und ländliche Polizeidienststellen sollten nach Lawos Ansicht zur sicheren und maßvollen Gefahrenabwehr auf Verkehrsstrecken obligatorisch mit Betäubungsgewehren ausgerüstet werden. Schließlich führen nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere oder ausgebrochene Kühe, Rinder, Schafe, Pferde und andere Tiere aus der Weidehaltung ständig zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr. Der schnelle Griff zur Waffe, um das jeweilige Tier zu töten, ist nicht akzeptabel, zumal es oft - wie auch im Ludwigsburger Fall - mehrerer Versuche bedarf, verbunden mit grausamem Leiden, bis das Tier tödlich getroffen ist. Erst Anfang Februar wurde bspw. ein Merinoschaf bei Eppingen von Polizeibeamten erschossen, weil es an der Bundesstraße 293 und der Bahnlinie Eppingen-Richen entlang lief und angeblich nicht eingefangen werden konnte.

Wäre die Polizei in solchen Situationen mit Betäubungsgewehren ausgerüstet und würde über entsprechend sachkundiges Personal verfügen oder mit entsprechend erfahrenen Tierärzten zusammenarbeiten, könnte schnell und vor allem angemessen reagiert werden - zum Schutze von Mensch und Tier.

„Der Gebrauch von tötenden Schusswaffen gegen herumirrende Tiere kann auch eine Gefahr für alle beteiligten Personen heraufbeschwören. Angeschossene und Verfolgungsjagden ausgelieferte Tiere reagieren panisch. Dies kann zu einer Eskalation der Situation führen. Zum Schutze aller sollten endlich intelligentere und gesellschaftlich akzeptierte Mittel zum Einsatz kommen. Dazu gehören für solche Fälle auch Betäubungsgewehre,“ appelliert Lawo an die zuständigen Behörden.

Drei Mitarbeiter des Tierheims sind Zeugen der Hinrichtung des kleinen, verängstigten Hundes.


Die ersten Schüsse werden auf den sich auf einem Feld befindenden Hund abgegeben. Der Schütze ist zu diesem Zeitpunkt ca. 30 m entfernt auf einem Feldweg, stehend neben seinem Auto. Der Hund befindet sich etwa 2 km entfernt von der Autobahn. Der Hund zuckt zusammen und wechselt dann die Richtung. Sowohl Marina als auch Saskia können klar erkennen, dass der Hund sichtlich langsam wird, beiden ist klar, dass das Tier getroffen worden ist. Aus dem uns vorliegenden Obduktionsbericht ist ersichtlich, dass der Hund einen Treffer am Bauch erhalten hat. Es sind zu dem Zeitpunkt noch keine inneren Organe verletzt; der Hund hätte noch eine sehr gute Chance gehabt, nach einer Operation zu überleben. Er war jetzt so langsam, dass es für unsere Mitarbeiter ein Leichtes gewesen wäre, ihn einzufangen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt konnte niemand mehr behaupten, der Hund würde eine Gefahr für andere darstellen.


Was nun passiert, werden unsere Mitarbeiter wohl nie mehr vergessen. Der Schütze in dem Privatfahrzeug gibt Vollgas und rast dem Hund, der leider auf einen Feldweg gelaufen ist, hinterher. Unser Mitarbeiter Sven Andersen, der ebenfalls im Auto in die Richtung unterwegs ist, und dem die Polizisten in den Dienstfahrzeugen gesagt haben, wo der Hund zu finden sei (für uns deshalb klar, dass sie ebenfalls nicht wussten, dass S. die Absicht hatte, das Tier zu erschiessen. Seit wann schickt die Polizei Menschen ins Schussfeld...?) merkt jetzt, was der Schütze vorhat und verfolgt ihn mit dem Auto, weil er hofft, ihn noch stoppen und zur Vernunft bringen zu können.
S. holt den mittlerweile sichtlich schwächer werdenden, am Wegrand laufenden Hund ein und gibt, direkt neben ihm fahrend, aus einer Distanz von maximal 2 m zwei Schüsse seitlich auf ihn ab, die laut Obduktionsbericht das Lungenparenchym und das Mediastinum hochgradig zerstören. Der Hund hat jetzt keine Chance mehr!
Sven, der jetzt kurz hinter S. fährt, muss hilflos mit ansehen, wie das wehrlose, schwerstverletzte Tier zusammenbricht. S. steigt aus seinem Fahrzeug, Sven ebenfalls, es gibt ein sehr heftiges Wortgefecht, Sven fühlt sich bedroht, weil S. immer noch die Waffe in der Hand hält und der Meinung ist, der Lauf sei im Eifer des Gefechts mehrmals auf ihn gerichtet gewesen.


Zu diesem Zeitpunkt lebt der kleine Hund immer noch, er zuckt im Todeskampf, röchelt und seine Augen quellen weit hervor. Sven brüllt S. an:" Der Hund lebt noch, siehst du das nicht?" Erst dann setzt S. den letzten Schuss, der dem Hund, wie aus dem Obduktionsbericht ersichtlich, die Schädeldecke durchschlägt und zwei Halswirbel bricht. Mittlerweile treffen Saskia und Marina am Tatort ein. Saskia bricht weinend zusammen und wirft dem Schützen vor, dass kein anderer Polizist die Absicht gehabt hätte, zu schiessen, so wie ihr versichert worden ist. Sofort fragt S. wütend seine mittlerweile eingetroffenen Kollegen, wer dies behauptet hätte. Sven ruft mich an, ich bitte ihn, den Namen des Schützen zu erfragen und Fotos von dem toten Tier zu machen.


S. nennt trotz Aufforderung seinen Namen nicht, wird aber von Saskia erkannt, weil sie mehrmals bei den Verhaltensüberprüfungen der sogenannten Kampfhunde dabei war, die das Veterinäramt Ludwigsburg im Beisein von S. durchgeführt hat. Saskia, die ein Fotohandy dabei hat, fotografiert den toten Hund von allen Seiten.
S. verhindert, dass die Tierheimmitarbeiter den toten Hund in die Hände bekommen, sagt aber, dass das Tier zum Veterinäramt Ludwigsburg gebracht wird.


Die Besitzerin des Hundes holt das tote Tier am Montagmorgen dort ab, um es kremieren zu lassen. Auf meine Bitte hin überlässt sie uns den Tierkörper vorläufig, so dass die Obduktion gemacht werden kann. Anschliessend wird das Tier von einer Bestattungsfirma abgeholt.

 

Ursula Gericke


 

 

Leserbrief in der Bietigheimer Zeitung

Opfer eines übereifrigen Ordnungshüters

Es ist unvorstellbar, was letzte Woche passiert ist. Ein kleiner, älterer Hund wird von einem allein in seinem Privatfahrzeug sitzenden Polizeihundeführer etwa zwei Kilometer von der Autobahn entfernt mit einer Handfeuerwaffe aus einer Distanz von rund 50 Metern angeschossen. Anschließend hetzt der Schütze das Tier mit dem Auto über die Feldwege und gibt weitere Schüsse ab - bis der Hund tot zusammenbricht.

Im Zusammenhang mit diesem Vorfall, müssen einige Fragen gestellt und von den zuständigen Stellen auch schlüssig beantwortet werden: Seit wann ist eine Polizeipistole dafür geeignet, über eine so große Distanz sicher zu treffen? Darf ein Polizeihundeführer, der so unüberlegt handelt, künftig überhaupt noch eine Schusswaffe tragen? Welche Gefahr geht von einem Beamten aus, der gleichzeitig sein Fahrzeug steuert, einen Hund verfolgt und mehrfach aus dem geöffneten Autofenster schießt?

Drei Tierheimmitarbeiter waren im Einsatz. Der Hund war bereits so geschwächt, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen wäre, ihn einzufangen. Und es hätte Alternativen zu den tödlichen Schüssen gegeben. Warum wurde nicht der Tierarzt der Wilhelma eingeschaltet, der über ein Betäubungsgewehr verfügt und beim Einfangen von scheuen Tieren sehr erfahren ist?

Warum wurden die Besitzer des Hundes nicht von der Polizei informiert, und warum wurde ignoriert, dass zwei dem Hund vertraute Pfleger des Tierheims, aus dem er stammte, auf dem Weg waren . Zu ihnen hat das Tier Vertrauen gehabt und es hätte sich einfangen lassen. So wurde es das Opfer eines übereifrigen, gedankenlos handelnden Ordnungshüters, der Ludwigsburg offenbar mit der weiten Prärie des Wilden Westens verwechselt hat. Wir erwarten Konsequenzen!

Christoph Bächtle,

Zweiter Vorsitzender des
Tierschutzvereins Ludwigsburg


 

Tierschutzverein „Hoffnung für Tiere“ e. V.
Röderhäuser 4, 01900 Bretnig-Hauswalde
Tel./Fax: 03 59 55 / 7 26 04
e-mail:

 

 

tierhoffnung@gmx.de

 

Tierheim Ludwigsburg

 

Tierheimleiterin
Kugelberg 20
71642 Ludwigsburg

 

Fiodor

 

Sehr geehrte Frau Gericke,

 

wir erhielten am 11.02.2011 um 08.44 Uhr einen Anruf von der Polizeidirektion Kornwestheim (Tel. 071541313202).

 

Eine weibliche Polizeibeamte erklärte, dass man dabei sei, Fiodor zu fangen. Ich bat sie, behutsam und bedacht vorzugehen, da es sich bei Fiodor um einen äußerst ängstlichen, jedoch keinesfalls aggressiven Hund handeln würde. Unseren Erfahrungen nach sei es Fremden nicht möglich, diesen Hund einzufangen. Er würde aus seiner riesengroßen Angst heraus um sein Leben laufen. Das hatte er auch gemacht, als er aus Polen zu uns gekommen war und uns noch nicht vertraute. Ich bat die Polizeibeamte darum, im Notfall einen Veterinär mit einem Blasrohr zu Hilfe zu holen, um Fiodor zu betäuben und dann einfangen zu können. Eindringleich schilderte ich, dass  die Angst des Hundes nur größer werden würde, je mehr er sich verfolgt fühle. Man sollte Fiodor bitte nur beobachten. Unser Mitarbeiter Herr Czerwenka, dem der Hund vertraute und der sich wirklich mit Hunden auskennt, würde sich umgehend auf den Weg machen. Man sollte seine Ankunft unbedingt abwarten. Nur so könnte Fiodor geholfen werden.

 

Herr Czerwenka machte sich tatsächlich sofort auf den Weg und teilte dies der Polizei unter der o. g. Nummer telefonisch von seinem Handy aus mit. Es ist uns völlig unverständlich, wie man die Treibjagd auf den in Todesangst um sein Leben laufenden Hund auch nach diesem Telefongespräch fortsetzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Beamten, dass von Fiodor keinerlei Gefahr ausgeht und dass er von unserem Tierpfleger eingefangen werden würde. Aber nein, man lies unseren Mitarbeiter Herrn Czerwenka 5 Stunden fahren, ohne ihm mitzuteilen, dass man Fiodor bereits bestialisch umgebracht hatte. Das ist nicht nur ein kosten- und zeitintensives Versäumnis und eine Missachtung der Persönlichkeit unseres Kollegen, es ist auch ein moralisch nicht vertretbares Handeln.

 

Während des anfangs erwähnten Telefongespräches sagte die Beamte übrigens, dass der Hund jetzt Richtung Autobahn laufen würde. Auf meine Nachfrage, wie sie das denn wissen könnte erklärte sie, dass sie mit der Einsatzzentrale verbunden sei. Ich nutze diese Situation um erneut daran zu appellieren, die Jagd auf den Hund einzustellen, wie wir jetzt wissen leider vergeblich.

 

Mit einem derart ignoranten und lebensverachtenen Verhalten gewinnt die Polizei kein Vertrauen, im Gegenteil. Auch wir würden im Fall eines entlaufenen Hundes in Zukunft weder eine Suchmeldung an die Polizei senden noch diese um Hilfe bitten. Der sinnlose Tod von Fiodor, verursacht von übereifrigen Beamten, die nicht bereit waren, aus unserem Wissen um den Hund, der über ein Jahr bei uns war, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen, wird uns ein für alle mal vor einem solchen Fehler bewahren.

 

Angela Rogalli
Tierheimmitarbeiterin

 

Heike Falkenberg
Vereinsvorsitzende Tierschutzverein "Hoffnung für Tiere"e.V.


 

 

 

Landestierschutzverband Baden-Württemberg e. V.

 

Unterfeldstraße 14 B · 76149 Karlsruhe · Tel.: (0721) 70 45 73 · Fax: (0721) 70 53 88

 

Homepage : Landestierschutzverband-bw.de

E-Mail: Landestierschutzverband-bw@t-online.de

 

1. Vorsitzender: Herbert Lawo

 

17. Februar 2011

 

Pressemitteilung

 

Hund von Polizei erschossen - greifen Beamte vorschnell zur Waffe?

 

Am Freitag wurde auf einen Feld bei Ludwigsburg ein Hund von einem Polizisten getötet. Der Beamte schoss offensichtlich mehrfach aus dem fahrenden Wagen auf das Tier und verletzte es schwer. Mitarbeiter des örtlichen Tierheims wurden Zeugen der tödlichen Treibjagd. Der Landestierschutzverband setzt auf Betäubungsgewehre und fordert bessere Qualifikation bei Polizisten im Einsatz mit Tieren.

 

Frei herumlaufende Tiere sind in Baden-Württemberg keine Seltenheit. Verkehrsmeldungen warnen fast stündlich vor „Gefahr durch und für Tiere“ - Wildtiere, sowie entlaufene Nutztiere oder Haustiere geben dazu jeweils Anlass. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Tierschützern oder Tierhaltern gelingt es in der Regel, die meisten Nutz- und Haustiere wieder einzufangen und ihren Besitzern zurückzugeben, zumindest bei Hunden ist die Erfolgsquote hoch.

 

Der kniehohe und schon etwas ältere Mischlingsrüde Fiodor hatte dieses Glück am vergangenen Freitag jedoch nicht. Seinen neuen Besitzern davongelaufen, völlig ortsunkundig und schon länger unterwegs, wurde er hungrig und erschöpft auf einen Feld ca. 2 km entfernt der A 81 gesichtet. Polizisten in Uniform und drei Helfer des örtlichen Tierschutzvereins sicherten das Terrain und versuchten ihn einzufangen, als nach Zeugenaussagen ein weiterer Beamte der Polizeidiensthundestaffel die Sache selbst in die Hand nahm und auf den Hund schoss. Im Auto verfolgte er den offensichtlich verletzten Hund und gab aus dem fahrenden Wagen weitere Schüsse auf das flüchtende Tier ab. Bei dem Tier angekommen, setzte er Fiodors Qualen dann mit dem vierten Schuss ein Ende. Die Tierheimmitarbeiter, die bereitstanden, den verletzten Hund einzufangen, waren schockiert.

 

Auch der Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Herbert Lawo verurteilt die ihm geschilderte Vorgehensweise auf’s Schärfste. „Der Schusswaffengebrauch war in der beschriebenen Situation völlig unangemessen, denn durch den Hund bestand keine direkte Gefahr für Verkehrsteilnehmer. Zudem waren im Umgang mit Hunden erfahrene Tierheimmitarbeiter vor Ort, um das vermutlich bereits ermüdete und erschöpfte Tier einzufangen. Selbst wenn ihnen das nicht gelungen wäre, hätte man genügend Zeit gehabt, einen Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr hinzuzuziehen, so wie es anscheinend am Dienstag in einem ähnlichen Fall im benachbarten Erdmannhausen problemlos funktioniert hat. Selbstverständlich hat die Bevölkerung ein Recht darauf, dass diese Aktion, die an schlechte Wildwest-Manier erinnert, behördenintern aufgeklärt wird und Konsequenzen hat.“

 

Autobahnpolizei, Berufsfeuerwehr und ländliche Polizeidienststellen sollten nach Lawos Ansicht zur sicheren und maßvollen Gefahrenabwehr auf Verkehrsstrecken obligatorisch mit Betäubungsgewehren ausgerüstet werden. Schließlich führen nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere oder ausgebrochene Kühe, Rinder, Schafe, Pferde und andere Tiere aus der Weidehaltung ständig zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr. Der schnelle Griff zur Waffe, um das jeweilige Tier zu töten, ist nicht akzeptabel, zumal es oft - wie auch im Ludwigsburger Fall - mehrerer Versuche bedarf, verbunden mit grausamem Leiden, bis das Tier tödlich getroffen ist. Erst Anfang Februar wurde bspw. ein Merinoschaf bei Eppingen von Polizeibeamten erschossen, weil es an der Bundesstraße 293 und der Bahnlinie Eppingen-Richen entlang lief und angeblich nicht eingefangen werden konnte.

 

Wäre die Polizei in solchen Situationen mit Betäubungsgewehren ausgerüstet und würde über entsprechend sachkundiges Personal verfügen oder mit entsprechend erfahrenen Tierärzten zusammenarbeiten, könnte schnell und vor allem angemessen reagiert werden - zum Schutze von Mensch und Tier.

 

„Der Gebrauch von tötenden Schusswaffen gegen herumirrende Tiere kann auch eine Gefahr für alle beteiligten Personen heraufbeschwören. Angeschossene und Verfolgungsjagden ausgelieferte Tiere reagieren panisch. Dies kann zu einer Eskalation der Situation führen. Zum Schutze aller sollten endlich intelligentere und gesellschaftlich akzeptierte Mittel zum Einsatz kommen. Dazu gehören für solche Fälle auch Betäubungsgewehre,“ appelliert Lawo an die zuständigen Behörden.

 

 

 

 

GESCHICHTE 2

 

Was wir alle wissen sollten

Polizei tötet Hund - Halterin soll für den Schaden aufkommen


             TASSO-Newsletter
In der Silvesternacht haben Polizeibeamte mit ihrem Streifenwagen einen Hund auf der Autobahn A1 tot gefahren. Laut Aussage der Beamten, um Gefahr für die Allgemeinheit abzuwenden.

 

Den am Dienstfahrzeug entstandenen Schaden von 2.500,- Euro soll die Hunde-Halterin nun bezahlen. Der neunjährige Australian Shepard war – wahrscheinlich durch die Silvesterknallerei verschreckt – von zu Hause weggelaufen und auf die nahe gelegene Autobahn geraten. Die durch einen Notruf verständigte Polizei verfolgte den kreuz und quer über die Fahrbahnen laufenden Hund fast eine Stunde. Der Hund war offensichtlich so verstört, dass er sich nicht anlocken ließ. Um weiteres Unheil zu verhindern, entschieden sich die Polizisten dafür, den Hund mit dem Auto zu überfahren, so das Landespolizeiamt Kiel. Ein Schuss kam für die Beamten nicht in Frage; zu groß sei die Gefahr für alle Autofahrer gewesen. Als wäre das noch nicht genug, legten die Beamten den leblosen Körper in ein Gebüsch am Fahrbahnrand. Auf die Frage, warum keine professionelle Hilfe geholt wurde, antworteten die Beamten, dass jede weitere zeitliche Verzögerung Menschenleben hätte kosten können. Philip McCreight, Leiter von TASSO ist entsetzt: "Es hätte bestimmt genug Möglichkeiten gegeben, den Fall zivilisiert zu beenden. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ein Tier versehentlich auf die Autobahn gerät." Die Tat der Beamten hält er für unüberlegte Willkür. Gar kein Verständnis kann McCreight aber dafür aufbringen, dass die Beamten sich nach dem Vorfall nicht wenigstens um die Identifizierung des Hundes über TASSO gekümmert haben, sondern ihn einfach am Straßenrand liegen ließen.
 
 
TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 - 65795 Hattersheim - Germany
Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 - Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
Email:
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GESCHICHTE 3

 

Absicht: Polizei tötet Hund

 

Polizisten haben einen Hund auf der Autobahn mit Absicht überfahren. Das Tier sei eine Stunde lang im Autobahnkreuz Lübeck herumgeirrt, sagte Polizeisprecherin Jana Kralisch aus Ratzeburg. Die Polizei sperrte die Autobahnen 1 und 20 und versuchte vergeblich, den herrenlosen Schäferhund einzufangen. Schließlich fuhren ihn Beamte mit einem Streifenwagen tot, um zu verhindern, dass Menschen bei einem Unfall zu Schaden kommen, sagte Kralisch. Tierschützer kritisierten das Vorgehen der Polizei als "Wildwest-Methode".

 

 

GESCHICHTE 4

Polizei streckt Hund mit 14 Schüssen nieder

Aktualisiert am Donnerstag, 27.10.2011, 15:56
 
Ein 14-jähriges Mädchen ist beim Versuch, die ineinander verbissenen Hunde ihrer Mutter zu trennen, selbst gebissen worden. Sie erlitt Verletzungen an ihren Armen.
 
 
 
Der American Bulldog und der Boxermischling hatten sich am Montag im schleswig-holsteinischen Fahrenkrug zunächst gegenseitig blutig gebissen. Als das 14-jährige Mädchen versuchte, die beiden Rüden voneinander zu trennen, wurde sie selbst in den Arm gebissen. Die Beamten töteten einen der Hunde mit 14 Schüssen, als er blutüberströmt durch den Ort lief. Den zweiten Hund überfuhr ein Feuerwehr-Fahrzeug. Das Mädchen kam verletzt in ein Krankenhaus.

Die Hunde waren einer Polizeistreife um die Mittagszeit auf der Straße aufgefallen. Der Hund sei über und über mit Blut rot gefärbt gewesen, heißt es im Polizeibericht. Die Polizisten verfolgten den Hund, warnten Bürger per Megafon und erschossen das Tier. Auch der zweite Hund lief durch den Kampf gezeichnet frei auf der Straße herum, bevor ihn die Feuerwehr überfuhr.

Anmerkung der Redaktion:

Der obige Text unterscheidet sich inhaltlich von dem ursprünglich am 3. Oktober 2011 auf FOCUS Online veröffentlichten Artikel. Die damals auf Basis einer Polizeimeldung veröffentlichte Nachricht enthielt Angaben, die sich in der Zwischenzeit als unwahr oder fraglich erwiesen haben:
 
  • So haben die beiden Hunde während des Geschehens keinen Menschen angegriffen. Das Mädchen wurde verletzt, als es versuchte, die beiden kämpfenden Hunde zu trennen.
  • Dass die 14-Jährige ins Gesicht gebissen wurde – wie zunächst von der Polizei gemeldet –, hat sich als falsch erwiesen.
  • In der ursprünglichen Meldung war die Rede von „Kampfhunden“. Die Rassen der beiden Hunde gelten jedoch nur als so genannte Listenhunde einer niedrigen Kategorie – und das auch nur in einzelnen Bundesländern.
  •  
  • Der Satz „Dennoch habe sich die 43-jährige Hundehalterin verständnislos über die Tötung ihrer Hunde gezeigt“ erweckte den Eindruck, die Mutter habe das Wohl der beiden Hunde über das ihrer Tochter gestellt. Diese Annahme ist durch nichts zu begründen und beruhte auf Hörensagen. Der Satz ist daher gestrichen worden.
  •  

FOCUS Online entschuldigt sich für die fehlerhafte Information seiner Leser und bedauert insbesondere die negativen Folgen, die wegen der mangelhaften Darstellung für die Betroffenen eingetreten sind. Wir legen hohe qualitative Maßstäbe an unsere Arbeit an. Dazu gehört auch, etwaige Fehler offen zu benennen.
ps/ala/dpa
...
Schleswig-Holstein: Polizei streckt Hund mit 14 Schüssen nieder - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/welt/schleswig-holstein-polizei-streckt-hund-mit-14-schuessen-nieder_aid_671231.html

 

 

 

GESCHICHTE 5

Privatsphäre, Land muss zahlen

Land muss für erschossene Hündin zahlen

Offenbach ‐ Im Namen des Volkes hat das Landgericht Darmstadt festgestellt: Wenn Polizeibeamte spät nachts einem Unfallflüchtigen hinterher spüren, müssen sie darauf achten, dass sie nicht die Privatsphäre eines Wohnungseigentümers beeinträchtigen. Von Thomas Kirstein

 
American Staffordshire Hündin Linda Polizei

 

So ähnlich hat sie ausgesehen, die erschossene American-Staffordshire-Hündin Linda.


Haben die Polizeibeamten richtig gehandelt, als sie auf den Hund geschossen haben?

Das Voting ist beendet. Es wurde wie folgt abgestimmt:

 

(66.9)%Ja, sie mussten sich schließlich verteidigen.

 

(33.1)%Nein, die Beamten hätten nicht klingeln dürfen. Dann würde der Hund noch leben.

Bevor sie jemanden gegen 2.30 Uhr aus dem Bett klingeln, sollten Beamte immer abwägen: Ist dieser „Eingriff“ notwendig, um etwa Vorgänge aus privaten Lebensbereichen aufzuklären und deshalb „aus besonderen Gründen für die Allgemeinheit von übergeordneter Bedeutung“? Nicht gegeben ist das nach Auffassung der 4. Zivilkammer offenbar bei selbst schwereren Verkehrssünden. Deswegen muss das Land als Dienstherrin für durch einen solchen Einsatz entstandene Schäden aufkommen.

In dem konkreten Offenbacher Fall, in dem die Darmstädter Justiz derart urteilte, beziffert sich der Schaden auf 4250,94 Euro plus Zinsen: Dabei handelt es sich um die Kosten für die erfolglose Behandlung eines Hundes, den ein Offenbacher Polizist vor einer privaten Wohnung mit Schüssen aus der Dienstpistole letztlich tödlich verletzte.

Es ist die Nacht vom 21. auf den 22. März 2010. Die Polizisten N., J. und W. schellen gegen 2.30 Uhr im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Sprendlinger Landstraße. Sie sind hinter einem Verdächtigen her - wegen einer „Verkehrsunfallfluchtangelegenheit“.

Was sich abspielte, ist weiterhin ungeklärt

Es dürfte sich um den Sohn von Wohnungsinhaberin Hana B. handeln. Doch der ist nicht daheim. Seine Freundin, die ihn erwartet, öffnet die Tür und sieht sich der Streife gegenüber.

Lesen Sie dazu außerdem:

Notwehr oder Kurzschluss?

Jetzt hat Linda ihren für sie fatalen Auftritt: Die neunjährige Hündin schlüpft nach draußen, kann von der jungen Frau nicht zurückgepfiffen werden und liegt kurz darauf mit einer Polizeikugel in der Schnauze blutend im Treppenhaus. Linda ist kein Schoßhündchen, sondern ein American Staffordshire, offiziell ein Listen-, im allgemeinen Sprachgebrauch ein Kampfhund. Sie wird es nicht überleben, muss nach zehn Tagen in einer Langener Tierklinik eingeschläfert werden.

Was sich genau abspielte, ist weiterhin ungeklärt. Die Schilderungen sind gegensätzlich. Die Polizei plädiert auf Notwehr: Der aggressive Hund habe die Beamten zähnefletschend angegriffen. Seine Halterin schildert das Tier als harmlos, wirft dem schießenden Polizisten eine Kurzschlusshandlung vor.

Urteil hätte anders ausfallen können

Am 17. November geht es vor dem Landgericht darum, wer die Behandlungskosten übernimmt. Für die Klägerin bringt die Offenbacher Anwaltskanzlei Weyer und Kollegen vor, dass der Schusswaffeneinsatz nicht notwendig gewesen sei. Das Land in Person des damaligen Polizeipräsidenten Günter Hefner lässt aufs Gegenteil plädieren: Wegen der von dem Hund ausgehenden Bedrohung habe geschossen werden dürfen.

Für die Entscheidung der Zivilkammer spielen die gegensätzlichen Positionen aber überhaupt keine Rolle. Es widmet sich vielmehr der Frage, ob es überhaupt so weit hätte kommen dürfen, und kommt zu dieser Entscheidung: „...vorzuwerfen ist den handelnden Polizeibeamten nicht die Tötung der jedenfalls potentiell gefährlichen Hündin der Klägerin, sondern der zuvorige Eingriff in deren Persönlichkeitsrecht.“

Der Richter lässt indes in der Urteilsbegründung durchblicken, dass er auch hätte anders urteilen können: wenn denn die Landesbehörde Polizei seiner Aufforderung gefolgt wäre und einen plausibleren Rechtfertigungsgrund für den Einsatz geliefert hätte.

 

 

GESCHICHTE 6

 

 

Tonka und Merlin

   Was wirklich geschah

 

 

 

 

 

     

Willkommen zur wahren Geschichte 

 

 

Fahrenkrug den 05.10.11

Die Wahrheit �ber den angeblichen Bei�vorfall vom 03.10.11

Eine kleine Revierstreitigkeit unter Hunden endet in einem tierschutzwidrigen Blutbad

Kinder sollten daran glauben, dass die Polizei und Feuerwehr eigentlich ihr Freund und Helfer sein sollte. Leider ist meine Tochter Amelie am Montag, den 03.10.11 diesen Glaubens beraubt worden.

Ein Kind, welches um eine helfende Hand gebeten hat, hat ein Gemetzel erleben m�ssen, was sie in ihrem ganzen Leben nie wieder vergessen wird. Genau so, wie die L�gen der Polizei und der unseri�sen Presse (z.B. Hamburger Morgenpost, Bild und RTL), die ihre Mutter, um sich wichtig zu machen, in den Dreck gezogen haben. Die Polizei tat dies, um diese Grausamkeit zu rechtfertigen und die Presse um ihre Auflage zu erh�hen.

Es ist sehr schwierig, einem Kind zu erkl�ren, dass es nicht l�gen darf, aber Erwachsene dies ungestraft tun.

Meine Tochter Amelie ist Mitglied in unserem Hundeverein, im Besitz eines Sachkundenachweises, hat mit einem Fremdhund eine Begleithundepr�fung abgelegt und ist ihr ganzes Leben mit Hunden gro� geworden. Sie war sich dar�ber v�llig im Klaren, dass sie sich, sofern sie in eine Bei�erei eingreift, eine Verletzung riskiert. Was ihr in diesem Moment scheinbar nicht bewusst war, dass das mit nur einer gesunden Hand nicht funktioniert � sie hatte sich beim Skaten den Ellenbogen gebrochen.

Sie selbst wurde zu keinem Zeitpunkt von den Hunden angegriffen, keiner von den Hunden war in sie verbissen, wie von den Ersthelfern behauptet.

Selbst als mit der Harke auf die Hunde eingeschlagen und sie zus�tzlich verletzt wurden, haben sie sich nicht gegen die Menschen gewehrt. Sie wurden aus der Wohnung gezerrt und damit zum Freiwild der aufgebrachten Menge gemacht. Geschockt und ver�ngstigt sind sie in unterschiedliche Richtungen gefl�chtet,weg von den Menschen. Aber auch das hat sie nicht retten k�nnen.

Aufgebrachte und sich im Mordrausch befindende Feuerwehrleute und Polizisten waren nicht mehr zu stoppen. Sie haben die Hunde, von denen keine Gefahr ausging, verfolgt und qualvoll get�tet, sich hinterher sogar noch als Helden feiern lassen.

Was aber ist daran heldenhaft, einen wehrlosen, fl�chtenden, sich nicht mehr im Dorf befindenden Hund mit einem mehrere Tonnen wiegenden Tanklaster absichtlich zu �berfahren, sodass der Hund platzt und seine �berreste von der Strasse gekratzt werden mussten. Und der zweite v�llig ver�ngstigte, fliehende Junghund als lebendige Zielscheibe benutzt wurde - zum Spa� der Beamten. Denn sie wussten, dass sie das Tier mit diesen vielen Sch�ssen nur weiter verletzen und qu�len, es aber nicht t�ten k�nnen. Selbst nach eigener Aussage der Polizeisprecherin Frau Mohr im Hamburger Abendblatt, vom 06.10.2011, die Waffen und Munition zum T�ten gar nicht geeignet sind.

Beide Hunde, die auf grausamste Weise hingerichtet wurden, obwohl von ihnen keine Gefahr ausging,waren perfekt sozialisierte Hunde. Tonka hatte schon seit langem eine Begleithundepr�fung bestanden und auf der Deutschen Meisterschaft 2010 in der Kategorie Begleithunde den 5. Platz belegt und in der Mannschaftswertung war er mit noch zwei anderen ,,Deutscher Meister ''. Auch der noch sehr junge Merlin stand kurz vor der Begleithundepr�fung. Zudem waren beide Hunde in der Spurensuche zur Rettung vermisster Menschen ausgebildet und standen auch da kurz vor ihrer Pr�fung, aber leider werden sie nie wieder eine Chance dazu haben. Sie waren beide k�rperlich wie auch geistig sehr ausgelastete Hunde. Sie hatten gro�en Spa� daran mit anderen Hunden zu spielen und auch mit Kindern und Erwachsenen jeder Altersgruppe genossen sie den Umgang.

Sie haben, solange ich sie hatte, nie einen Menschen bedroht, angeknurrt oder auch nur schief angesehen. Und alle Leute, die meine Hunde kannten, ob nun aus dem Hundesport oder privaten Bereich, w�rden dieses unter Eid best�tigen.

Und jetzt fragen meine Tochter und ich alle Menschen, vor allen Hundehalter egal welcher Rasse und die Tiersch�tzer:

Wer waren an diesem schrecklichen Tag wirklich die Bestien ??????

Wie lange wollen wir uns diese Willk�r noch gefallen lassen ??????

Wie viele Tiere m�ssen noch grausam get�tet werden, bevor alle Tierliebhaber aufwachen, sich endlich zusammen zu schlie�en und gemeinsam gegen diese Ungerechtigkeiten zu k�mpfen??????Wir sitzen doch alle in dem selben Boot und nur gemeinsam k�nnen wir stark sein !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

gez.Bianca Heske

 

Liebe Hundefreunde,

ein Sprichwort besagt: ,,Was lange wehrt, wird endlich gut�. Aber auf meine Hunde Merlin und Tonka, trifft dies nicht zu.

Die Erstellung der Homepage hat viel zu lange gedauert, die Wut und Entr�stung �ber diesen Vorfall hat sich gelegt und egal was passiert, nichts kann unsere Hunde wieder lebendig machen.

Aber worauf wollen wir warten, bis der n�chste Hund tot ist? Haben wir nicht schon viel zu lange gewartet und gehofft, dass es uns nie betreffen wird???

Wo f�ngt es an, wo h�rt es auf und wer wird der N�chste sein???

Nicht nur das die so genannten Listenhunde schon seid Jahren grundlos diskriminiert werden, nein es sind auch all die anderen dran. Wenn wir jetzt nichts tun, wann dann???

Meine Hunde waren keine Listis, waren gut erzogen, ausgebildet zu Familien-, Begleit-und Rettungshunden!!! Ich bin kein unerfahrener Hundehalter, meine T�chter und ich haben einen Sachkundenachwei� und trotzdem sind unsere Hunde bestialisch hingerichtet worden!!!

Ein Zeuge wird aussagen: ,,Beide Hunde haben sich nach dem Streit friedlich hechelnd in den Vorgarten der Hundehalterin ins Platz gelegt. Dann kamen Feuerwehrleute mit langen Stangen an denen vorne ein Eisenhaken befestigt war und haben auf die Hunde eingeschlagen, sie damit aufgescheucht und durchs Dorf getrieben!� Zum T�ten frei gegeben!!!

Wie lange wollen wir uns noch Gesetzesbruch und Beh�rdenwillk�r gefallen lassen??? Und es kann morgen jeden von Euch treffen!!!

Ich brauche Eure Unterst�tzung um f�r meine Jungs k�mpfen zu k�nnen, Gerechtigkeit zu erlangen und nachhaltig andere Hunde damit zu sch�tzen.

Und als ob es nicht reicht, das wir auf grausamste Art und Weise unsere Hunde verloren

haben, kommen dann noch andere Sachen, wie �rger mit dem Jugendamt, Diskriminierung durch von der Presse aufgehetzte Mitmenschen, versuchter Entzug meiner Trainerlizenz, Besuche beim Arzt, gefolgt von Arbeitsunf�higkeit, Beruhigungsmittel, Depressionen, traumatisierte Tochter mit

Schockamnesie und einer gemeinsamen Familientherapie dazu.

Ich bitte Euch von Herzen:

Lasst uns alle zusammenhalten und gemeinsam K�mpfen um unsere Lieblinge zu sch�tzen, egal welcher Rasse sie angeh�ren!!!

Und Danke an alle, die uns in dieser schweren Zeit zur Seite gestanden haben und es immer noch tun. Ich Danke allen Spendern von Herzen!!!

�ber das Entsetzliche was mit unseren Hunden geschehen ist, wird auf folgenden Homepage berichtet:

Bianca Heske: Homepage:

www.tonka-und-merlin.de

Allgem.Klub f�r Rassehunde :

www.akr-hundeklub.de

Monique Meschkat :

www.monique-foto.de

Ich bitte Euch alle, verhelft uns zur Gerechtigkeit in dem Mord an unsere Hunde Merlin und Tonka und investiert in dieser Form in einen zuk�nftigen Schutz f�r

Eure Hunde!!!

Wir danken Euch!!!

Die Tierhilfe Nord e.V. hat ein Sonderkonto eingerichtet.

Konto Inhaber: Tierhilfe Nord

Kontonummer: 2532754

BLZ 21060237

Iban Nr : .DE59210602370000532754

Big Code : GENODEF1EDG

Stichwort: merlintonka

Von den eingehenden Betr�gen werden Anwalts- und Gerichtskosten bestritten, die bei einer gerichtlichen Kl�rung bez�glich der Rechtm��igkeit der T�tung der beiden Hunde Merlin und Tonka anfallen werden.

F�r eingehende Betr�ge kann keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden, da das Finanzamt Segeberg in diesem Fall keine F�rderung der Allgemeinheit gegeben sieht.

Selbstverst�ndlich wird �ber Einnahmen und Ausgaben Buch gef�hrt und Rechenschaft abgelegt.

 

 

Liebesbrief an Merlin

Merlin der kleine Zauberer

Merlin-der kleiner Zauberer,mein Ritter ohne R�stung,

mein Held und der Sonnenschein in meinem Leben.

Dein Dickkopf zwang mich zu Geduld und Ruhe,

Dein Bewegungsdrang,lie� mich nicht Rasten und Rosten,

Deine bedingungslose Zuneigung und Liebe ,

brachte mich zum Nachdenken und Tr�umen,

Dein jugendlicher Charme,Deine Ausgelassenheit und Dein Wille,

jede Minute eines Tages der Mittelpunkt meines Lebens zu sein,

zauberte ein L�cheln in mein Gesicht.

Mit Gewalt hat man Dich aus meinem Leben gerissen,

die Sonne in mir, ist mit Dir unter gegangen,

meine Geduld und Ruhe wurden abgel�st vonTrauer und Wut

als man Dich Zwang zu gehen,hast Du Zuneigung und Liebe mitgenommen.

Aus Nachdenken wurde gr�beln,aus Tr�ume ein Alptraum,

Charme und Ausgelassenheit haben sich in Staub verwandelt,

der Mittelpunkt meines Lebens ist gezeichnet vom Tod.

Das L�cheln in meinem Gesicht erstarrt zu einer Maske.

Ohne Dich wird mein Leben nie wieder das sein,was es mal war.

Jeden Tag sehe ich deine Augen,wie sie in meine schaun.

Was willst du mich fragen,was soll ich Dir sagen?

Die Antwort wei�t nur Du allein,

denn Du bist Merlin mein kleiner Zauberer und wirst es immer sein.

Zum Gedenken an meinen geliebten R�den MERLIN,der nur zwei Jahre alt

werden dufte,weil Aussehen und Verletzungen,ihn zum perfekten Opfer f�r

polizeiliche Gewalt gemacht haben.Nach zweimaligen Anfahren mit 14

Sch�ssen nieder gemetzelt,mit dem 15. von seinem Leiden erl�st.

geschrieben von Bianca Heske


Liebesgedicht an Tonka

Als Junghund hab ich dich gesehn,

Und konnte Dir nicht wiederstehn.

Deine Sch�nheit und Dein Charme,

zogen mich in deinen Bann.

In Dich verliebt,ganz weg und hin,

gingst mir nicht mehr aus dem Sinn.

Die Zeit verging um ein paar Jahr,

als ich dich endlich wiedersah.

Hinter Gittern eingesperrt,

F�r dein Besitzer nicht mehr wert.

Ich sah Dich an,nahm Dich mit heim,

da war ich gl�cklich,da warst Du mein.

Nun sitz ich hier und weine,h�tt Dich gern in meinem Arm,

man lie� uns nur zwei Jahre,bis man dich mir wieder nahm,

nur wegen deiner Sch�nheit hat man Dich totgefahrn.

Ich liebe Dich unendlich,du bist der Stern in meinem Herz,

ich wollte Dich nie missen zu gro� ist dieser Schmerz

Jetzt sitz ich hier und warte,wei� das Du nie wieder kommst,

ich geb Dir das Versprechen,Dein Tod war nicht umsonst.

Zum Andenken an meinen geliebten R�den TONKA,der auf Grund seines

Aussehen und seiner G�te von bestialischen M�rdern der freiwilligen

Feuerwehr Fahrenkrug auf grausame Art und Weise hingerichtet wurde.

geschrieben von Bianca Heske

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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